Kaiseraugst

An der Chilbi treffen sich auch Heimweh-Kaiseraugster

Die Chilbi ist einer der Höhepunkte im Jahresprogramm: Leckereien, Gemütlichkeit und viel Spass war für alle bei perfektem Wetter garantiert.

In der Dorfstrasse war richtig was los. Zwei Tage lang bot die Chilbi allen Besuchern leckere Gaumenfreuden und Unterhaltung. Bei schönstem Herbstwetter kamen nicht nur die Kaiseraugster zum Fest, sondern auch auswärtige Besucher.

Die zweitägigen Chilbi zog sich entlang der Dorfstrasse und breitete sich in die umliegenden Hinterhöfe und Gebäude aus. Vereine, Gewerbetreibende und Privatpersonen haben wieder ein Fest mit einem besonderen Flair auf die Beine gestellt. Ein Tattoostudio brachte sich ein, ebenso ein Blumenladen und die Feuerwehr. Die Pfadi Rinau verkaufte Schoggibananen und Hot-Dogs, beim Natur- und Vogelschutzverein gab es Most und beim Nachthemmli-Club Raclette.

Genuss wird auf der Chilbi gross geschrieben: Fischknusperli, Fondue, Pizza und Grillgut zogen die Festbesucher in die Zelte und Buden. Bei Lust auf Süsses lockten die Stände mit Crêpes und Zuckerwatte.


«Produzieren mit Hochdruck»


Herrlich duftete es vor dem Stand des Landfrauenvereins Bezirk Rheinfelden nach frisch gebackenem Brot. Besonders bei den Speckbrötle griffen die Leute gerne zu. «Das Angebot wird sehr geschätzt, und wir produzieren mit Hochdruck», erzählte Edith Hasler.

Fünf Öfen waren im Einsatz und jeden Tag arbeiteten zwölf Helferinnen in zwei Schichten am Stand. Hasler fand, das Schöne sei für sie an der Chilbi auch, dass die Landfrauen aus dem ganzen Bezirk sich treffen und als Team super zusammenarbeiten.

«An der Chilbi ist es meistens schön», sagte Albert Auer. Aber Hans-Rudolf Saladin erinnerte sich, dass es auf der Chilbi auch schon geschneit habe. Das war allerdings vor zehn oder mehr Jahren, während diesen Samstag das Thermometer schon eher sommerliche Temperaturen zeigte. Die beiden Kaiseraugster waren sich einig, auf die Chilbi komme man, um einander zu treffen.

Saladins Ehefrau Susanna Saladin-Meyer ist im Dorf aufgewachsen und kennt die Chilbi noch aus Tagen, als Kaiseraugst nurmehr 600 Einwohner hatte. «An die Chilbi kommen auch viele weggezogene Kaiseraugster. Da kommen ganze Familien zusammen», erzählte sie.

Für die Unterhaltung von Kindern, Jugendlichen und Junggebliebenen war auf der Chilbi gut gesorgt. Grosser Andrang herrschte am Kinderkarussell, wo die Kleinen eine Runde nach der anderen drehen wollten. Ältere Kinder und Jugendliche vergnügten sich beim Autoscooter oder auf einer waghalsigen Riesenschaukel.

Die Chilbi als Strassenfest ist nicht nur bei den Kaiseraugstern beliebt, sondern auch in anderen Gemeinden und über die Grenze hinaus. Die deutsche Radsportlegende Alois Stöcklin aus Badisch-Rheinfelden, der schon oft auf der Chilbi war, berichtete, dass er einige Deutsche kennt, die zur Chilbi gehen.

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