Um die Vielfalt der Kulturen in der Gemeinde und an den Schulen zu verdeutlichen, lautete das diesjährige Motto «4303 – Alle Kulturen sind dabei». Auf dem Schulhausplatz drängten sich die Besucher bei der Eröffnung des Jugendfests. Schüler sperrten mit einem roten Band das auf Tischen aufgebaute Eröffnungsbuffet ab, während Gemeindepräsidentin Françoise Moser und Markus Steim, Leiter der Primarschule, sowie Frank Jonas, Standortleiter der Real- und Sekundarschule, die Besucher begrüssten.

Jonas dankte den mehr als 200 Familien, die mit landestypischen Gerichten zum Eröffnungsbuffet beigetragen hatten. Die dekorativen Nationalflaggen auf den Tellern und Schüsseln verdeutlichten dabei die Vielfalt der kulturellen Hintergründe. Moser zerschnitt das Band. Das Buffet war eröffnet.

Super-spannend und komplex

Deftiges wie Schweizer Schinken-Käse-Gipfeli, türkisches Börek und chinesische Frühlingsrollen reihte sich an Süsses wie französische Crêpes, italienische Schaumröllchen oder niederländische Spekulatius. Gerne griffen die Besucher auch bei Pizzaschnecken, gefüllten Weinblättern oder Krabbenchips zu. Steim zählte auf, dass die Kinder afrikanische Sprachen, Bosnisch, Deutsch, Japanisch, Kurdisch oder Thai sprechen – und Schwyzerdütsch, was als Kultur die anderen Kulturen zusammenhalte. Moser erinnerte sich, dass zu ihrer Schulzeit vor 40 Jahren nur drei Kinder in der Klasse einen Migrationshintergrund hatten.

«Wenn ich heute die Ländervielfalt anschaue und weiss, das fast 250 von 420 Kindern in Kaiseraugst einen fremdsprachigen Hintergrund haben, dann haben wir eine super-spannende, aber doch auch komplexere Ausgangslage», stellte Moser fest. «Eins ist aber sicher gleich geblieben. Den Kindern ist es egal, woher jemand kommt. Sie haben die tolle Fähigkeit, sich mit allen anzufreunden.» Sie lud auch die «älteren Semester» ein, beim multikulturellen Jugendfest sich über die Sprach- und Kulturgrenzen hinweg auszutauschen.

Das Jugendfest wird alle vier Jahre von der Gemeinde und den Schulen ausgerichtet. Beim letzten Mal war das Thema Jungle gewesen.

Alle legten sich ins Zeug

Zum Gelingen des Fests waren ein siebenköpfiges OK und unzählige Helfer im Einsatz und auch örtliche Vereine wie Jugendfeuerwehr, Badminton-Club, Volleyballclub, Pfadfinder, Turnverein und Theaterverein bereicherten mit eigenen Angeboten das Fest. Aber besonders Lehrer und Schüler hatten sich richtig ins Zeug gelegt.

Spiel- und Bastelangebote, Henna-Tattoos und Kinderschminken, Trommel- und Zumba-Workshops lockten die Besucher. Sportlich wurde es beim Bungee-Trampolin, auf der Hüpfburg oder beim Bullriding. Auf der Bühne sorgten Primarschulklassen, Kindergartengruppen und andere Akteure für ein abwechslungsreiches Programm und abends spielten die Bands Krimetime und Tuwan. In der Disco im Schulhaus und in der Lehrer-Bar klang der Abend dann aus.