Magden

Altersgerechter und günstiger Wohnraum: Im Gebiet «Bünn» soll ein neues Quartier entstehen

Platz für verschiedene Altersgruppen: Das Gebiet «Bünn» ist  im Richtplan des Kantons als Siedlungsgebiet ausgewiesen.

Platz für verschiedene Altersgruppen: Das Gebiet «Bünn» ist im Richtplan des Kantons als Siedlungsgebiet ausgewiesen.

Der Gemeinderat Magden will im Gebiet «Bünn» altersgerechten und günstigen Wohnraum schaffen. Der naturnahe Siedlungsraum soll Platz für Jung und Alt bieten und den jeweiligen Bedürfnisse der Zielgruppen gerecht werden – die Mitwirkung läuft bis Mitte August.

Der Gemeinderat macht vorwärts in Sachen Einzonung «Bünn». Ammann André Schreyer präsentierte am Dienstagabend rund 150 Einwohnern den Planungsbericht zur Teiländerung des rund drei Hektaren grossen Gebiets. Das Areal in unmittelbarer Nähe zum Dorfkern befindet sich derzeit in einer Übergangszone, ist jedoch im Richtplan des Kantons als Siedlungsgebiet ausgewiesen.

Nach Gesprächen mit sechs Interessensgruppen und einer Prüfung von vier Varianten – «von der Zuweisung zur Dorfkernzone B bis zum Grün-Lassen des Areals war alles dabei», so Schreyer – hat der Gemeinderat entschieden, aus der Übergangszone «Bünn» eine Spezialzone mit einem zehn Meter breiten Grünstreifen zu machen. Dieser dient dem Schutz der nahegelegenen Quelle und entspricht dem Wunsch der Interessensgruppen nach einem naturnahen Siedlungsrand.

Voraussetzung für die Überbauung des Gebiets ist ein Gestaltungsplan. Schreyer stellt klar: «Ohne Gestaltungsplan darf in der Spezialzone nicht gebaut werden.» Ein übergeordnetes Ziel der Arealentwicklung ist es, Wohnalternativen zum in Magden dominierenden Einfamilienhaus zu bieten – derzeit sind 81 Prozent der Wohngebäude in Magden Einfamilienhäuser, schweizweit sind es 40 Prozent. Gemäss Schreyer soll zweierlei erreicht werden.

Ziele im einstigen Gestaltungsplan verankert

Erstens: günstigen Wohnraum für junge Personen schaffen. «Damit kann verhindert werden, dass Jugendliche aus der Gemeinde wegziehen müssen, wenn sie flügge werden.» Zweitens: die Schaffung von altersgerechten Wohnungen mit allfälligen Versorgungs- und Betreuungsdienstleistungen. Dies, weil die oftmals im Seniorenalter geänderten Ansprüche ans Wohnen in den bestehenden Einfamilienhäusern häufig nicht mehr erfüllt werden können.

Durch eine entsprechende Änderung der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) stellt der Gemeinderat sicher, dass die beiden genannten Ziele im einstigen Gestaltungsplan verankert werden. Ein weiteres in der BNO festgehaltenes Ziel für die Arealentwicklung ist die Beeinflussung des Verkehrsaufkommens zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Veloverkehrs. Geplant sind Fuss- und Velowegverbindungen, Stromanschlüsse für E-Fahrzeuge und E-Bikes sowie Parkfelder für Carsharing. Erschlossen werden soll das Gebiet durch lediglich eine Strasse. Schreyer schätzt, dass etwa in zehn Jahren die erste von voraussichtlich drei Überbauungsetappen in Angriff genommen werden könnte.

Noch bis zum 14. August läuft das elektronische Mitwirkungsverfahren. Parallel dazu prüft der Kanton die Dokumente auf ihre Rechtmässigkeit. Gemäss Schreyer soll die Teiländerung «Bünn» dem Souverän an der «Gmeind» vom Sommer 2021 zur Abstimmung vorgelegt werden. (dka)

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