Frick
25 Millionen Franken für neue Weichen – dafür werden die Züge schneller

3,4 Kilometer Geleise und elf Weichen werden in Frick erneuert. Kosten soll das Ganze laut SBB 25,2 Millionen Franken. Die neu installierten Weichen erlauben den Zügen höhere Geschwindigkeiten.

Martin Binkert
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In Nachtarbeit werden in Frick Geleise und Weichen erneuert.

In Nachtarbeit werden in Frick Geleise und Weichen erneuert.

Martin Binkert

In den letzten Wochen war der Gleisbauzug ausgangs Frick Richtung Hornussen nachts schon von Weitem zu erkennen. Wenn sich ein Personen- oder Güterzug dem beleuchteten Bauzug auf dem zweiten, freien Gleis näherte, begann eine ganze Reihe gelber Lampen wie eine Lichterstafette aufzuleuchten. Zudem warnte ein weitherum hörbares Signal die Bauarbeiter vor dem herannahenden Zug. Doch was wurde genau gebaut und warum?

SBB-Mediensprecher Reto Schärli sagt dazu: «Da Gleise durch die Züge abgenützt werden, müssen diese in regelmässigen Abständen erneuert werden. In Frick kommt als Besonderheit hinzu: Bisher lagen die Weichen in Kurven und waren deshalb sehr unterhaltsintensiv. Neu werden diese in einen geraden Abschnitt verlegt. Dadurch können die Züge schneller über die Weichen fahren. Zudem benötigen diese einen geringeren Unterhalt.»

Modernste Gleisbaumaschine

Nach den Arbeiten für die Erneuerung der Fahrbahnen werden die Weichen eingebaut: Der Einbau der Weichen «Frick Nord» folgt Anfang Juli, die Weichen «Frick Süd» werden ab Mitte Juli verlegt. 2018 werden noch weitere Arbeiten an der Fahrbahn vorgenommen. Insgesamt werden 3,4 Kilometer Geleise und elf Weichen erneuert. Für den Abschnitt Frick rechnen die Bundesbahnen mit Kosten von rund 25,2 Millionen Franken.

Grundsätzlich halten Betonweichen und Geleise, die unterbausaniert sind, 40 bis 50 Jahre. Je nach Belastung und Topologie kann diese Dauer jedoch variieren.

Bei den Arbeiten in Frick wurde die neue Gleisbaumaschine «Puscal S» der Firma Scheuchzer eingesetzt. «Diese Maschine ist das Beste und das Modernste, das es gibt», sagte ein Bauarbeiter vor Ort. Zwar führt die Bauabteilung der SBB (SBB Instandhaltung) die Fahrbahnarbeiten aus. Die Umbaumaschinen werden jedoch von der Firma Scheuchzer gestellt.

Heute verkehren die Güterzüge mit einem Abstand von vier Minuten. Das künftige Betriebskonzept sieht eine Zugfolgezeit von drei Minuten vor. Das ist nötig, damit die Verlagerungsziele des Bundes (Schiene statt Strasse) erreicht werden können», sagt Reto Schärli. In Frick werden daher zusätzliche Signale in einem engeren Abstand montiert.
Die kommenden Nachtarbeiten für den Einbau der Weichen in «Frick Nord» und «Frick Süd» werden von der SBB frühzeitig bekannt gegeben.