1. August
«Die wichtigste Kraft, die uns glücklich macht, sind wir selbst»: Max Rickenbach ruft zur Solidarität auf

An seiner Rede zur Bundesfeier in Gipf-Oberfrick spricht Max Rickenbach über Glück in schwierigen Zeiten der Pandemie und eine multikulturelle Schweiz.

Dennis Kalt
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Gemeindeammann Regine Leutwyler und Max Rickenbach, der an der Bundesfeier die Festansprache hielt.

Gemeindeammann Regine Leutwyler und Max Rickenbach, der an der Bundesfeier die Festansprache hielt.

Dennis Kalt / Aargauer Zeitung

Die Festbänke unter dem Dach des Werkhofs in Gipf-Oberfrick waren am Sonntagnachmittag bis auf den letzten Platz belegt. Die Festansprache an der Bundesfeier, organisiert von der Trachtengruppe, hielt der schon seit über 60 Jahre im Dorf lebende Max Rickenbach. Bei seinen Gedanken zur Festrede sei er immer wieder über das Wort «Glück» gestossen: «Den Geburtstag der Schweiz feiern zu dürfen, ist absolut schön und macht uns alle glücklich.»

Während der Fussball-EM, so Rickenbach, habe man gesehen, wie alle den Umgang mit dem Schweizerkreuz genutzt haben. «Aufs Gesicht gemalt, den Bauch gepinselt, um den Kopf gewickelt oder ans Auto gehängt.» Es sei nicht alles urschweizerisch, denn auch Secondos und Terzos jubelten zu. «Wir haben eine Nationalmannschaft auf dem Platz kämpfen sehen mit Wurzeln aus aller Welt – und das macht die ganze Schweiz glücklich», so Rickenbach.

In seiner Rede hielt Rickenbach auch Rückblick auf die schwierigen Zeiten unter Pandemiebedingungen. Auch hier, sagte er, dürfen wir uns in der schönen Schweiz sicher fühlen:

«Für uns alle wird geschaut. Sei es gesundheitlich oder finanziell.»

Rickenbach verwies etwa auf den Einkaufsdienst für Betagte und Risikogruppen, der während der Pandemie im Dorf ins Leben gerufen wurde. Er sagte: «Solch ein Einbringen kann Erfüllung geben und ein Glücksgefühl hervorrufen.» Die wichtigste Kraft, die uns glücklich mache, so Rickenbach, sei nicht der Staat, sondern der Beitrag, der jeder selbst dazu einbringe.

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