Wohlen
So soll der neue Standort der Regionalpolizei aussehen: Bauprojekt an der Wilstrasse kostet 1,4 Millionen

Die Gemeinde Wohlen möchte die Regionalpolizei vom Gemeindehaus an die Wilstrasse 57 umsiedeln. Nun liegt der Kreditantrag an den Einwohnerrat für die Umbaumassnahmen an der dortigen Liegenschaft vor.

Marc Ribolla
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Im Gebäude an der Wilstrasse 57 in Wohlen soll neu die Regionalpolizei ihren Standort haben.

Im Gebäude an der Wilstrasse 57 in Wohlen soll neu die Regionalpolizei ihren Standort haben.

Marc Ribolla

Die Platzverhältnisse und die Arbeitsbedingungen für die Regionalpolizei (Repol) Wohlen sind kritisch. Der bisherige Standort im Gemeindehaus entspricht nicht den Vorgaben. Es fehlen beispielsweise notwendige Einvernahmeräume, Arrestzellen, Duschen und Garderoben.

Ausserdem ist der Personalbestand mittlerweile auf 19 Mitarbeitende oder 1750 Stellenprozent gestiegen. Bis 2030 sollen es sogar 2100 Stellenprozente sein, mit denen die polizeilichen Dienstleistungen in den acht beteiligten Gemeinden abgedeckt werden sollen.

Seit rund zweieinhalb Jahren ist bekannt, dass der Gemeinderat die Lösung des Problems in einem Umzug der Repol an die Wilstrasse 57 im Industriegebiet sieht. Dort befindet sich bereits der Sitz der regionalen Zivilschutzorganisation (ZSO) und des Regionalen Führungsorgans (RFO) sowie unmittelbar daneben der Stützpunkt der Feuerwehr Wohlen. So würden alle relevanten Sicherheitsorganisationen an einem Standort zusammengezogen. Das Land gehört der Ortsbürgergemeinde, die Einwohnergemeinde hat ein Baurecht und bezahlt Miete.

Repol soll ins Obergeschoss ziehen

Im Dezember 2020 sagte der Einwohnerrat Ja zu einem Projektierungskredit für die Umbaumassnahmen an der Liegenschaft Wilstrasse 57. Dieses Bauprojekt ist nun ausgearbeitet. Entsprechend folgt nun der nächste Schritt. Der Gemeinderat beantragt dem Einwohnerrat einen Verpflichtungskredit für die Realisierung in Höhe von 1,4 Millionen Franken.

Das Projekt sieht vor, dass sich die Repol im Obergeschoss des zweistöckigen Gebäudes einquartiert, wo die grössten baulichen Veränderungen nötig sind. Der Platzbedarf beträgt ungefähr 500 Quadratmeter. Um den behinderungsfreien Zutritt zu ermöglichen, muss eine Liftanlage eingebaut werden.

Der grösste Teil soll zur Sicherheitszone werden

Der Repol-Bereich wird in drei Zonen unterteilt. Am grössten ist die Sicherheitszone mit 397 m2, in der die Büroräumlichkeiten und Garderoben für die Mitarbeitenden liegen. Gemäss dem Situationsplan sind sieben Büroräume mit unterschiedlich vielen Arbeitsplätzen vorgesehen. Daneben gibt es eine gesicherte Zone (73 m2) mit zwei Einvernahmeräumen, einer Zelle, einem Abstandsraum und einer WC-Anlage. Die öffentliche Zone mit dem Empfangsbereich beträgt knapp 27 m2.

Dieser soll, wie auch der Haupteingang, videoüberwacht werden. Im Aussenbereich des Gebäudes sind Anpassungen bei den Parkplätzen wie beispielsweise Garagenboxen nötig. «Gleichzeitig wird das Gebäude auch in Bezug auf Brandschutz und Erdbebensicherheit ertüchtigt», schreibt der Gemeinderat weiter. Nebst dem Baukredit beantragt er auch 40 zusätzliche Stellenprozente für die Hauswartung durch gemeindeeigenes Personal.

Unmittelbar daneben befindet sich bereits der Stützpunkt der Feuerwehr.

Unmittelbar daneben befindet sich bereits der Stützpunkt der Feuerwehr.

Marc Ribolla

«Mit dem Umzug der Regionalpolizei an die Wilstrasse 57 wird der Flächen- und Raumbedarf langfristig gedeckt», begründet die Exekutive ihr Vorhaben. Sie spricht von einem Horizont bis 2030.

Sollte der Einwohnerrat den Kredit im März bewilligen, sieht der Terminplan einen Baubeginn im Spätsommer und die Inbetriebnahme im März 2023 vor. Für die Bevölkerung soll als zentrale Anlaufstelle im Dorf danach aber weiterhin ein Schalter der Regionalpolizei im Gemeindehaus offen sein.