Wohlen
Neue Motion: Die Mitte setzt Druck auf für Umbau des Wohler Gemeindehauses

Nach der deutlich gewonnenen Referendumsabstimmung vor etwas mehr als einem Monat verlangt die Mitte-Partei vom Wohler Gemeinderat per Motion weitere Schritte bezüglich der Nutzung des Gemeindehauses und von gemeindeeigenen Liegenschaften.

Marc Ribolla
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Im Gemeindehaus Wohlen herrscht Platzmangel.

Im Gemeindehaus Wohlen herrscht Platzmangel.

Marc Ribolla

Ende September schickte die Wohler Stimmbevölkerung in einer Referendumsabstimmung zwei Einwohnerratsbeschlüsse mit Nein-Stimmenanteilen von 58 und 67 Prozent bachab. Dabei ging es um einen Kredit über 270'000 Franken für Umbauten im Gemeindehaus sowie jährlich wiederkehrende Kosten von rund 65'000 Franken für die Auslagerung des Betreibungsamtes aus dem Gemeindehaus. Das Referendum zu den beiden Vorlagen des Gemeinderats hatten im Sommer die Mitte und die SVP ergriffen.

Nun legt die Mitte nach und wird kommenden Montag im Einwohnerrat eine Motion einreichen. Fraktionsvizepräsident Ruedi Donat schreibt in einer Mitteilung: «Mit Nachdruck möchte die Mitte-Fraktion darauf hinwirken, dass der Volkswille umgesetzt wird.»

«Der Platzmangel im Gemeindehaus wird anerkannt»

Mit der Motion wird der Gemeinderat beauftragt, einen neuen Bericht und Antrag für den Umbau des Gemeindehauses und die weitere Verwendung der gemeindeeigenen Liegenschaften vorzulegen. Dazu gehört beispielsweise das Gebäude am Bankweg 2, das direkt neben dem Gemeindehaus liegt und heute die Bibliothek beherbergt.

In der Begründung heisst es, dass sich das Stimmvolk klar gegen teure Mieten und für die Nutzung der gemeindeeigenen Liegenschaften ausgesprochen habe. «Der Platzmangel im Gemeindehaus wird anerkannt und auch vom Motionär nicht bestritten. Folgerichtig ist daher dringender Handlungsbedarf angesagt», so die Mitte.

Gleichzeitig bittet die Partei auch, ein bisher vom Gemeinderat unbeantwortetes Postulat von Januar 2020 bezüglich der Land- und Liegenschaftsstrategie der Gemeinde Wohlen miteinzubeziehen.