Fischbach-Göslikon
Wildernde Hunde im Gebiet Fischbacher Mösli haben ein Reh gerissen

Hundespaziergänger haben in Fischbach-Göslikon einen jungen Rehbock verendet aufgefunden. Der Gemeinderat fordert die Hundehalter auf, ihre Tiere bis am 31. Juli konsequent an der Leine zu führen.

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Der tote Rehbock wurde von Hundespaziergängern gefunden

Der tote Rehbock wurde von Hundespaziergängern gefunden

In den vergangenen Wochen haben Hundespaziergänger, die ihre Hunde korrekt an der Leine führten, in Fischbach-Göslikon im Raum Fischbacher Mösli einen jungen Rehbock verendet aufgefunden.

Das Tier wurde vom Wildhüter untersucht. Weil das Reh nicht angefressen war, aber Bissspuren an den Beinen aufwies, ist davon auszugehen, dass der Rehbock einem wildernden Hund zum Opfer gefallen ist. Jagende Wildtiere würden das Tier zum Fressen jagen, was entsprechende Spuren zur Folge hätte. Hunde tun dies nur zum Spass.

Gemäss kantonaler Verordnung zum Jagdgesetz sind Hunde im Wald und am Waldrand vom 1. April bis 31. Juli an der Leine zu führen. In der übrigen Zeit können Hunde auf Waldstrassen unter direkter Aufsicht ohne Leine geführt werden.

«Unter direkter Aufsicht» heisst, der Hundehalter kann seinen Hund jederzeit abrufen und hat sein Tier immer unter Aufsicht. Der Hund braucht nur eine ganz kurze Zeit, um ein Reh zu Tode zu hetzen.

Es kann gut sein, dass der Hundehalter davon gar nichts merkt. Beim Reissen von Wild angetroffene Hunde dürfen vom Jäger oder vom Jagdaufseher auf der Stelle abgeschossen werden.

Der Gemeinderat fordert die Hundehalter dringend auf, ihre Tiere bis am 31. Juli im Wald und am Waldrand konsequent an der Leine zu führen und stets zu beaufsichtigen. Gerade jetzt sind die Rehe dabei ihre Jungen auf die Welt zu bringen und sind daher besonders zu schonen.

Verstösse gegen die Leinenpflicht oder die Aufsichtspflicht werden rigoros geahndet und haben empfindliche Bussen zur Folge. Beobachtungen von Verstössen gegen die Leinenpflicht oder wildernde Hunde dürfen bei der Polizei oder der Gemeindekanzlei (056 619 17 70) gemeldet werden.

Im Zeitalter der fotografierenden Mobiltelefonen gerne auch mit entsprechendem Beweisbild. (az)

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