Widen
Alle Teile passten millimetergenau ineinander: 35-Meter-Hasenbergturm steht in seiner ganzen Grösse

Seit Montagnachmittag ist nun auch das Dach auf dem 35 Meter hohen Hasenbergturm montiert. 210 Treppenstufen führen auf den Aussichtspunkt in Widen, für dessen Bau 1,1 Millionen Franken investiert wurden.

Walter Christen
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Der letzte Holzboden wurde am Montag vom Kran auf den Hasenbergturm gehievt.

Der letzte Holzboden wurde am Montag vom Kran auf den Hasenbergturm gehievt.

Walter Christen

Der letzte Boden des Turms wurde am Montagnachmittag montiert, das letzte Treppenelement festgeschraubt und am Schluss noch das Dach fixiert – fertig ist der Aussichtsturm auf dem Hasenberg mit seinen 210 Treppenstufen und den zwölf Zwischenpodesten.

Anfang April wurde mit den Arbeiten begonnen und bereits ist das Bauwerk vollendet. Es folgen anschliessend noch die Umgebungsarbeiten, sodass der Turm am Wochenende vom 31. Juli und 1. August eingeweiht werden kann.

So wird der Hasenbergturm konstruiert.

Walter Christen

Zuletzt kam das acht Tonnen schwere Dach drauf

Das fünfköpfige Team der Erni Holzbau AG aus Schongau, mit Polier Martin Keller auf der Baustelle, legte sich ordentlich ins Zeug. Nach rund einem Monat Bauzeit konnte nämlich am Montag bereits als letzter grosser Arbeitsschritt das acht Tonnen schwere Dach auf dem Hasenbergturm montiert werden.

Der Hasenbergturm ist 35 Meter hoch.

Der Hasenbergturm ist 35 Meter hoch.

Walter Christen

Für die Konstruktion ist Holz vollumfänglich aus der Region verwendet worden, geliefert vom Forstbetrieb Mutschellen. Beton wurde am Turm nicht verbaut.

«Die Elemente und alle Eisenteile wurden fixfertig angeliefert – wir mussten nur noch alles zusammenbauen», schilderte Polier Keller die Vorgehensweise. Zusammengehalten wird die 35 Meter hohe Dreieckskonstruktion von rund 5000 Eisenbolzen, jeder zwölf Millimeter dick. In die Höhe gehievt wurden alle Teile mit einem 250-Tonnen-Pneukran von Welti-Furrer.

Polier Martin Keller auf der Baustelle.

Polier Martin Keller auf der Baustelle.

Walter Christen

«Wir hatten Glück mit dem Wetter und kamen gut und erfreulicherweise auch unfallfrei voran», sagte Martin Keller, der den Turm schon unzählige Male erklommen hat, alleine etwa 15 Mal gestern Montag. Und am Ende freute er sich:

«Alle Teile haben präzise und millimetergenau ineinander gepasst, was für uns auf der Baustelle sehr wichtig war.»

Rückblickend stellte Keller fest: «Für uns war es ein Erlebnis, dieses Bauwerk montieren zu dürfen. So etwas macht man nur einmal in seinem Berufsleben.»

Gemeindeammann vom Tempo der Arbeiten überrascht

In Widen freut man sich über das gelungene Bauwerk. Gemeindeammann Peter Spring, Präsident des Trägervereins Hasenbergturm, erwähnte gegenüber der AZ auf Anfrage: «Ich war selber überrascht, wie zügig die Bauarbeiten vonstattengegangen sind und habe gestaunt, wie sicher die Arbeiter sich auf dem Gerüst bewegt und den Zusammenbau bewerkstelligt haben.»

Die Eingangstüre zum Hasenbergturm.

Die Eingangstüre zum Hasenbergturm.

Walter Christen

Er wies darauf hin, dass zwar der 31. Juli und der 1. August als offizielle Einweihung und Eröffnung des Turms für die Bevölkerung angedacht sei, «wie sich bis dahin die Coronasituation entwickelt, und was schliesslich an jenem Wochenende möglich sein wird, kann zum heutigen Zeitpunkt aber noch niemand sagen – wir sind flexibel und werden uns in jedem Fall an die geltenden Vorschriften und Massnahmen halten.»

Ein eindrückliches Bauwerk.

Ein eindrückliches Bauwerk.

Walter Christen

Wie der Trägervereinspräsident weiter ausführte, werde der Aussichtsturm, der sich etwa 200 Meter oberhalb der Gebäulichkeiten auf dem Land der Stiftung Haus Morgenstern befindet, nicht vor der Einweihung für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

«Es wird bestimmte Öffnungszeiten geben. Der Turm wird nicht rund um die Uhr zugänglich sein», so Spring, der auf die Frage nach den Investitionen für den Hasenbergturm erklärte: «Die Kosten betragen 1,1 Millionen Franken, aber inklusive Erneuerungsfonds, das möchte ich betonen. Und festzuhalten gilt, dass der Turm ohne das finanzielle Engagement der Ortsbürgergemeinde nicht stehen würde.»

«Holz ist eine riesige Leidenschaft von mir», sagt der Zimmermann Benjamin Nussbaum.

Sandra Ardizzone / Zara Zatti

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