Eierauflesete Waltenschwil
Wer bringt nun also die bunten Eier?

Die Vorbereitungen für die grosse Eierauflesete im Tierpark laufen bereits auf Hochtouren.

Verena Schmidtke
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Ostereier Waltenschwil

Ostereier Waltenschwil

Die erste Ladung farbiger Ostereier ist eingetroffen. Sie werden am kommenden Montag im Wald die Nestli schmücken.

Die erste Ladung farbiger Ostereier ist eingetroffen. Sie werden am kommenden Montag im Wald die Nestli schmücken.

Auf dem Hof der Familie Steinmann wird der Besucher mit dem freundlichen Gegacker der Hühner begrüsst, die eifrig in ihrem grossen Freiland-Gehege umherlaufen. Landwirt Josef Steinmann verschwindet in einem Lagerraum, kurz darauf kommt er mit einem grossen Karton zurück. «Das ist ein Karton mit bereits gefärbten Eiern», erklärt er gut gelaunt und präsentiert die bunten Exemplare. Danach dürfen am Montag kleine und grosse Besucher im Tierpark Waltenschwil suchen. Obwohl der Natur- und Vogelschutzverein, der den Anlass organisiert, nicht viel Werbung dafür macht, ist die Ostereisuche sehr beliebt.

Der Landwirt führt aus: «Für das Eierauflesen im Tierpark liefern wir ungefähr 2200 Eier.» Soweit er sich erinnern könne, sei der Steinmann-Hof seit mehr als 40 Jahren dafür zuständig, auch wenn er selbst noch nicht an der Suche teilgenommen habe. «Da unser Betrieb seit mehreren Jahren hauptsächlich Schweinezucht und Getreideanbau betreibt, ist mittlerweile der Geflügelhof Gisi aus Mellingen der Ostereier-Lieferant.» Bei Steinmann seien noch gut 300 bis 400 Hühner auf dem Hof, da seien 2200 Eier nicht machbar.

130 Nestli werden im Tierpark versteckt

Am Ostermontag lädt der Natur- und Vogelschutzverein Waltenschwil zum Eierauflesen in den Tierpark ein. «In diesem Jahr organisieren wir die Suche zum 46. Mal», erzählt Vereinspräsident Markus Meier. Da der Verein sein 50-Jahr-Jubiläum begehe, sei das schon ein besonderer Anlass. «Am Montagmorgen werden unsere Vereinsmitglieder etwa 130 Nestli im Tierpark verstecken», erzählt Meier. «Und danach müssen wir darauf achtgeben, dass niemand vor 9:30 Uhr auf die Suche geht.» Er selbst werde am Montag als Osterhase unterwegs sein.
An der Suche beteiligen sich laut Meier zwischen 300 bis 400 Kinder und Erwachsene. Eine Anmeldung beim Verein sei erforderlich. Damit die Ostereisuche nicht noch grössere Ausmasse annehme, gebe es nur sehr wenig Werbung dafür. «Das ist ja eine Tradition für die Dorfbevölkerung», so der Vereinspräsident. Der Sponsor für die Eier ist in diesem Jahr Peter Wyrsch vom Gasthof Löwen in Boswil.

Kunden habe er aber, so Steinmann, seine Hühner legen ihre Eier beispielsweise für das Altersheim in Villmergen, die Bäckerei Bättig in Villmergen und den Volg in Waltenschwil. «Ausserdem haben wir einige Privatkunden und hier auf dem Hof, kann man auch direkt Eier kaufen», berichtet er. Einen guten Tipp hat der Hofbesitzer auch noch: «Die gekochten Eier lassen sich übrigens viel besser pellen, wenn sie fünf Tage gelegen haben, also nicht mehr ganz frisch sind.»

Airbrush per Hand

Über ihren Geflügelhof in Mellingen gibt Heidi Gisi gern Auskunft. «Unser Legebetrieb hat 14000 Hühner», teilt sie mit. Die Hennen legen ihre Eier in Boden- und Freilandhaltung. Und diese Schritte sind nötig, damit aus den Eiern bunte Ostereier werden: «Wir garen die Eier in einem Dampfkocher, anschliessend werden die Eier von Hand mit Lebensmittelfarben gefärbt. Dafür verwenden wir Airbrush-Spritzen.» Drei Personen seien dafür zuständig. «Im Moment haben wir viel zu tun», sagt Heidi Gisi lachend.

Bleibt die Frage, was die Hühner von Josef Steinmann eigentlich von den bunten Eiern halten. Auf dem Rasen des Hühnergeheges liegt ein Osternestli. Neugierig stolziert der Hahn näher heran. Die Hennen folgen seinem Beispiel. Interessiert nehmen sie das Nest mit den bunten Eiern in Augenschein, ein besonders vorwitziges Hühnchen pickt vorsichtig am grünen Deko-Gras herum. Stolz kann das Federvieh definitiv sein, schliesslich sind es ihre Produkte, um die es sich in den nächsten Tagen drehen wird, auch wenn die Ostereier eigentlich dem Meister Langohr zugeschrieben werden. Josef Steinmann beobachtet amüsiert die neugierigen Hühner. Diese finden das Nestli bald uninteressant und picken auf dem Boden nach Futter. Der Hahn muss aber noch einmal zeigen, wer Herr im Gehege ist, und kräht aus vollem Halse.

Auch hier kann man Eier suchen oder tütschen

Besenbüren
Am Karsamstag, 20. April, versteckt der Osterhase wieder viele Eier beim Waldhaus Breithau in Besenbüren. Die traditionelle Ostereiersuche für Gross und Klein startet pünktlich um 14 Uhr. Im Anschluss werden alle gefundenen Eier gemeinsam gezählt.

Muri
Der Osterhase höchstpersönlich schaut am Karsamstag, 20. April, von 11 bis 15 Uhr im Muripark vorbei. Er tritt an zum grossen Eiertütsch-Duell. Wer besiegt wohl den Osterhasen in seiner eigenen Disziplin?

Villmergen
Am Ostersonntag, 21. April, versteckt der Osterhase in Villmergen für Kinder und Erwachsene seine Nestli. In Form eines Rätselparcours können diese Nestli von 10 bis 15 Uhr gesucht und gefunden werden. Start ist beim Dorfplatz Villmergen. Durch das Lösen von verschiedenen Rätseln gelangen die Nestlijäger an ihr Ziel. Hunger und Durst können in der kleinen Festwirtschaft gestillt werden. Organisiert und gesponsert wird die Osternestsuche von der Ortsbürgerstiftung Villmergen. Der Unkostenbeitrag pro Osternest beträgt fünf Franken. Informationen zum Anlass unter 079 287 68 58.

Kallern
Die Kulturkommission Kallern lädt alle Challerer, Heimweh-Challerer und Freunde Challerns am Ostermontag, 22. April, zum Eiersuchen in Kallern ein. Die Eiersuche startet pünktlich um 10 Uhr bei Robert Bütler «Blueme-Röbi», Oberniesenbergstrasse 183. Es warten viele bunte Eier wie auch eine Blumenausstellung von Röbi auf die Besucher. (az)

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