Waltenschwil
Zweimal innert Monatsfrist: Vandalen schlagen wieder bei der Lourdes-Grotte zu

In den letzten vier Wochen wurden bei der Lourdes-Grotte in Waltenschwil mehrfach Sitzbänke mutwillig zerkratzt. Die Kirchenpflege hat Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht – und hofft so auf Besserung.

Marc Ribolla
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Vier Sitzbänke bei der Waltenschwiler Lourdes-Grotte wurden beschädigt.

Vier Sitzbänke bei der Waltenschwiler Lourdes-Grotte wurden beschädigt.

Marc Ribolla

Der Anblick tut allen weh, die sich für die Pflege der Lourdes-Grotte in Waltenschwil einsetzen. Die Holzsitzbänke vor der kleinen Grotte sind teilweise stark mit Kratzer verunstaltet. Zum zweiten Mal in den vergangenen vier Wochen. Tina Wiederkehr, Leiterin der katholischen Kirchenpflege, sagt zur AZ:

«Etwas Derartiges ist uns bei der Grotte noch nie passiert. Es ist das erste Mal, dass Sachen so beschädigt sind, dass man etwas machen muss.»

Bisher sei der Fokus der Sachbeschädigungen vor allem rund ums Kirchgemeindezentrum Myra in unmittelbarer Nähe zur Schule gelegen. «Dort haben wir das Problem schon seit Jahren. In schlimmem Ausmass», sagt Wiederkehr.

Die Bänke wurden mutwillig und sinnlos beschädigt.

Die Bänke wurden mutwillig und sinnlos beschädigt.

Marc Ribolla

Allerdings hat sich die Situation dort in den letzten Wochen ein wenig gebessert. Die Waltenschwiler Kirchenpflege machte in der Lokalpresse darauf aufmerksam und wies darauf hin, dass bei solchen Vandalismusvorfällen konsequent Strafanzeige gegen unbekannt erstattet wird. Wiederkehr erklärt: «Dies haben wir nun auch im Zusammenhang mit der Grotte getan.»

Schaden von rund 400 Franken pro Sitzbank

Betroffen sind vier Sitzbänke vor der Grotte, die stark zerkratzt sind. Eine erste Abklärung der Kirchenpflege hat ergeben, dass pro Bank mit einem Schaden von rund 400 Franken zu rechnen ist. Vorläufig werden die Kratzer aber nicht behoben. Wiederkehr sagt:

«Man kann nicht nur einzelne Holzlatten ersetzen, weil es sonst farblich nicht mehr harmoniert.»

Passiert sein muss der jüngste Vorfall bei der Grotte am Abend des 30. Juni. Der Zeitpunkt ist deshalb genau bestimmbar, weil die Grottenwartin jeweils morgens und abends kontrolliert.

Zerkratzte Sitzbänke bei der Grotte.

Zerkratzte Sitzbänke bei der Grotte.

Marc Ribolla

Kirchenpflege-Präsidentin Wiederkehr hat einerseits Verständnis, wenn sich Menschen treffen möchten. Der Platz vor der Grotte sei gemütlich, ohne Nachbarn und nicht gut einsichtbar. Andererseits appelliert sie: «Man soll sich auch entsprechend verhalten. Die Grotte ist ein besinnlicher Ort und sollte nicht so respektlos behandelt werden.»

Die Kirchenpflege hofft auf eine rasche Besserung der Situation und bittet die Bevölkerung, Hinweise auf die Verursacher dieser Vandalismusvorfällen ihr zu melden. Noch kein Thema bei der Grotte sind Überwachungskameras, wie sie an anderen neuralgischen Orten in Waltenschwil zum Einsatz kommen – und bereits halfen, Täterschaften zu ermitteln.

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