Waltenschwil
Regierungsrat Gallati zu Gast in seiner Heimat: «Ich rufe dazu auf, dass sich Leute nebenberuflich in Vereinen einbringen»

Zur Feier des 1. Augusts war Regierungsrat Jean-Pierre Gallati zu Besuch in Waltenschwil. In seiner Heimatgemeinde sprach er über die Überlebensstrategie der Schweiz und erzählte aus seiner Kindheit.

Melanie Burgener
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Regierungsrat Jean-Pierre Gallati war am 1. August zu Gast in seiner Heimatgemeinde Waltenschwil.

Regierungsrat Jean-Pierre Gallati war am 1. August zu Gast in seiner Heimatgemeinde Waltenschwil.

Melanie Burgener

Zwar lebt er unterdessen im benachbarten Wohlen, doch das Herz von Regierungsrat Jean-Pierre Gallati schlägt noch immer für Waltenschwil. So habe es ihn auch sehr gefreut, dass er in diesem Jahr in seiner Heimatgemeinde die Rede zum Nationalfeiertag halten durfte, wie er kurz vor seinem Auftritt verrät. «Als mein Vater hier noch Gemeindeammann war, hätte es das nie gegeben, dass er in Wohlen eine Rede gehalten hätte», scherzte Gallati später auf dem Podium.

Nebst Kindheitserinnerungen beleuchtete der Aargauer Gesundheitsdirektor in seiner Rede den Wandel der vergangenen Jahre, den Waltenschwil aber auch die ganze Schweiz durchlebt hat. Aber auch den Sinn und Zweck des Landes und dessen Überlebensstrategie analysierte er und machte dabei deutlich, welch wichtige Rolle die einzelnen Gemeinden und deren Milizsystem dabei spielen. «Das ist die Basis unseres Staatszwecks», sagte er.

Impressionen von der 1. August-Feier.

Melanie Burgener

Zu Beginn der Coronakriese, als Armeespitäler und Soldaten als Hilfskräfte gefordert waren, sei deren Wichtigkeit zum Ausdruck gekommen. «Deshalb rufe ich dazu auf, dass sich Leute nebenberuflich in Vereinen oder Behörden einbringen. Das nützt der Gesellschaft viel.» Waltenschwil sei mit seinen rund 20 Vereinen sehr vorbildlich. Es freue ihn zu sehen, dass in der Musikgesellschaft bereits Mitglieder der dritten Generation spielen.

Organisiert wurde die Waltenschwiler Bundesfeier vom Männerturnverein. Das sei in diesem Jahr gar nicht so einfach gewesen, wie Karl Brunner aus dem OK erzählt. Dennoch freute er sich, dass trotz Regen und Corona 150 Gäste gekommen sind. «Vor 14 Tagen hatten wir keine 100 Anmeldungen. Aber beim letzten Mal waren es rund 250 Leute. Das werden wir bei den Einnahmen spüren», sagt er.

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