Villmergen
Renato Sanvido eröffnet das Rennen um das Vizeammann-Amt

Ende September finden im Aargau die Gesamterneuerungswahlen für die neue Amtsperiode statt. In Villmergen hat Gemeinderat Renato Sanvido bereits entschieden, dass er als Vizeammann kandidieren wird. Damit torpediert er den bisherigen Amtsinhaber Klemenz Hegglin.

Nathalie Wolgensinger
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Gemeinderat Renato Sanvido kandidiert für das Amt des Vizeammanns.

Gemeinderat Renato Sanvido kandidiert für das Amt des Vizeammanns.



Toni Widmer / Archiv

Es birgt Zündstoff, was sich da in Villmergen derzeit abspielt. Gemeinderat Renato Sanvido peilt nämlich das Amt des Vizeammanns an. Er habe zwei Legislaturen hinter sich und sei nun bereit, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Er sagt:

«Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass der Rat eine Kontinuität bekommt und altersmässig gut durchmischt ist.»

Der bisherigen Amtsinhaber, Klemenz Hegglin, ist seit 1994, also seit 27 Jahren, im Amt. Der SP-Vizeammann würde gerne nochmals zur Wahl antreten, wie er bestätigt. Ob ihn aber seine Partei in diesem Ansinnen unterstützt, steht noch offen. «Ich muss erst mal abwarten, ob man mich nochmals nominiert. Falls das der Fall ist, werde ich nochmals antreten», bestätigt der 68-jährige Hegglin.

Gemeindeammann Ueli Lütolf tritt nochmals zur Wahl an

Renato Sanvido will mit seiner Kandidatur Kontinuität im Rat garantieren und dem Gemeindeammann ein guter Sparringpartner sein. Der Vizeammann, so ist der FDP-Politiker überzeugt, müsse gemeinsam mit dem Gemeindeammann Strategien entwickeln und damit Verantwortung für die Entwicklung der Kommune tragen. «Das habe ich bisher schon getan», kommentiert der 53-Jährige. Ausserdem habe er stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Einwohner und sei offen für Veränderungen.

Man müsse bei den anstehenden Kommunalwahlen darauf achten, dass der Gemeinderat möglichst gut durchmischt sei. Mit René Schmidli sei vor drei Jahren ein junger Gemeinderat zwar nachgerutscht, die Kontinuität sei damit aber bei weitem noch nicht gewährleistet, findet er.

Nochmals zur Wahl stellt sich Gemeindeammann Ueli Lütolf, der seit 2010 als Villmerger Gemeinderat politisiert. Zuvor war er bereits während zehn Jahren im Hilfiker Gemeinderat, zuletzt auch als Ammann, aktiv. Mit Blick in die Zukunft meint er:

«Die grössten Investitionen sind gemacht, das grosse Wachstum der vergangenen Jahre kann aufgefangen werden, nun gilt es, die Bau- und Nutzungsordnung abzuschliessen»,

Rosmarie Schmidli wartet den Entscheid ihrer Partei noch ab

Bereits entschieden hat sich der 41-jährige René Schmidli. Der Benjamin in den Reihen des Gemeinderates stellt sich nochmals zur Wahl. Nach drei Jahren im Amt sei er nun sattelfest und werde gerne die angefangenen Arbeiten weiterführen, sagt der parteilose Gemeinderat.

Für SVP-Gemeinderätin Rosmarie Schneider, die 2016 ins Amt gewählt wurde, ist die Nomination ihrer Partei wie bei Hegglin noch ausstehend. «Ich würde gerne kandidieren», verrät die 68-Jährige. Vorerst gelte es aber auch für sie, den Entscheid abzuwarten und dann Nägel mit Köpfen zu machen.