Partysound
«Fasnacht dihei» im Livestream – neun Freiämter DJs legen vor der Kamera auf

Unter dem Slogan «Fasnacht dihei» bringen die Freiämter Marco Ramuz und Tim Wernli in den kommenden närrischen Tagen Stimmung ins Wohnzimmer. Dank einem mehrstündigen Livestream zusammen mit weiteren DJs aus der Region.

Marc Ribolla
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Solche Partys wie hier am Schüürball 2019 in Unterlunkhofen finden heuer nicht statt.

Solche Partys wie hier am Schüürball 2019 in Unterlunkhofen finden heuer nicht statt.

zvg

Aus viel Rambazamba, stimmungsvollen Fasnachtspartys und -bällen mit Hunderten Besuchern wird dieses Jahr aus bekannten Gründen nichts. Doch ein ganzes Jahr ohne Fasnacht? Für die fasnachtsbegeisterten Freiämter Marco Ramuz und Tim Wernli ist das ein Ding der Unmöglichkeit.

Denn eigentlich wären die beiden Hobby-DJs nun voll in ihrem Element und würden als DJ Lui und DJ Brösmeli an den Mischpulten stehen und für Stimmung sorgen. Das werden sie auch tun. Allerdings nur vor zwei Kameras und in einem leeren Saal.

Ramuz und Wernli haben als Ersatz das Projekt «Fasnacht dihei» lanciert. Am Schmutzigen Donnerstag, 11. Februar, und am Freitag, 12. Februar, gibt es jeweils von 11 Uhr bis 23 Uhr einen Livestream mit Partysound.

Livestream wird im Boswiler «Chillout» aufgenommen

Marco Ramuz alias DJ Lui (links) und Tim Wernli alias DJ Brösmeli.

Marco Ramuz alias DJ Lui (links) und Tim Wernli alias DJ Brösmeli.

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Unterstützt werden sie von weiteren DJs aus dem ganzen Freiamt. Mit dabei sind ausser den beiden Organisatoren die Wohler DJ Furri und DJ Ale, DJ Hitz aus Merenschwand, DJ Flaver (Zufikon), die Murianer DJ Fix&Fertig und DJ Jumping Jack Flash sowie DJ Crazy (Bremgarten).

Aufgenommen wird der Stream im «Chillout» in Boswil. Sie legen grossen Wert auf die Einhaltung der Coronaschutzmassnahmen. Marco Ramuz sagt:

«Im ‹Chillout› haben wir am meisten Platz und können auch das Schutzkonzept in getrennten Räumen gut umsetzen.»

Es werden nie mehr als fünf Personen gleichzeitig anwesend sein. Für jeden DJ gibt es ein Zeitfenster von zwei Stunden, in denen er auflegt. Verteilt auf die beiden Tage. Das Programm wird sich also nicht wiederholen. Zu hören gibt es eine breite Palette unterschiedlicher Musikstilrichtungen. Für jeden Geschmack soll es etwas dabei haben.

Marco Ramuz ist in seiner Freizeit als DJ Lui unterwegs.

Marco Ramuz ist in seiner Freizeit als DJ Lui unterwegs.

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«Zwischendurch spielen wir zur Auflockerung auch Videos von Guggenmusiken aus früheren Jahren ein. Wir haben einige angefragt, ob sie uns welche schicken. Das Echo ist positiv», erklärt Ramuz.

Musikwünsche per E-Mail sind erwünscht

Erfreulich seien auch die Reaktionen auf ihre Aktion – persönlich oder in den sozialen Medien. «Die Leute haben grosse Freude daran, dass man überhaupt etwas macht in diesen Fasnachtstagen», sagt Ramuz. Die Organisatoren hoffen deshalb auch, dass sich die Livestreamzuschauer interaktiv beteiligen. Ramuz sagt:

«Man darf uns via E-Mail auf kontakt@fasnacht-dihei.ch gerne Musikwünsche schicken oder auch ein Video.»

Ihr Projekt «Fasnacht dihei» finanzieren sie aus der eigenen Tasche. Der Livestream ist für alle Fasnachtsfans komplett gratis. Spenden seien deshalb willkommen und können via Twint geschickt werden.

Unterstützt werden Ramuz und Wernli im OK von Erich Barmettler und Peter Zeltner, die für die Technik zuständig sind. Auch eine Website wurde eigens für die Aktion kurzfristig aufgeschaltet.

Das Musikauflegen, ohne den direkten Kontakt und die Emotionen des Publikums zu spüren, wird für die DJs eine Premiere sein. Sie hoffen, dass es eine einmalige Aktion bleiben wird und im nächsten Jahr die Fasnacht wieder normal steigen kann. Sie freuen sich aber, jetzt immerhin virtuell wieder etwas Spass verbreiten zu können.

Weitere Informationen zum Projekt «Fasnacht dihei» und zum Livestream am 11. und 12. Februar gibt es auf www.fasnacht-dihei.ch

Murianer Fasnachtsradio

Auch in Muri trotzt man den besonderen Umständen. Die Fasnachtsgesellschaft Neuenburg sendet ab Donnerstag um 8.08 Uhr bis kommenden Dienstag ein Fasnachtsradio unter www.fgn-radio.ch. Die Zuhörer dürfen sich auf Musik, Interviews und Quizshows freuen und eigene Musikwünsche anbringen. Die Gesellschaften Muri-Wien und Muri-Adelburg sowie Hohenwien-Wissenburg von Buttwil werden an ihren Feiertagen die Moderation übernehmen. Beteiligt sind auch der Turnverein, der Fussballklub und die drei Guggen Stiefeliryter, Gängelimusig und Lindenberggeischter.