OBERWIL-LIELI
Das «Lamalagahla»-Festival feiert Premiere: Das können Besucherinnen und Besucher erwarten

Das Festival Lamalagahla findet vom Freitag, 24., bis Samstag, 25. Juni, im Litzibuch in Oberwil-Lieli statt. Dahinter steckt der Freiämter Verein Alpackada. Wie kam das Open-Air-Festival zu seinem Namen und was erwartet die Besuchenden?

Laura Koller
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Nach zwei Trockenübungen können sie ihr Open Air endlich durchführen: ein Teil des 18-köpfigen OKs des Festivals Lamalagahla. Mit dem Holzlama in ihrer Mitte planen sie eine Überraschung zum Abschluss des Wochenendes.

Nach zwei Trockenübungen können sie ihr Open Air endlich durchführen: ein Teil des 18-köpfigen OKs des Festivals Lamalagahla. Mit dem Holzlama in ihrer Mitte planen sie eine Überraschung zum Abschluss des Wochenendes.

Laura Koller

Die Trauer bei den Festivalfans war gross, als 2019 das «Openeye» in Oberlunkhofen und das «Zamba Loca» in Wohlen gleichzeitig von der Freiämter Open-Air-Landschaft verschwanden. Diesen Frühling keimte Hoffnung auf. Im Reusstal waren am Strassenrand und an Bushaltestellen bunte Poster mit einem violetten Lamakopf zu sehen – Werbung für das «Lamalagahla». Endlich kommt der Festivalsommer zurück in die Region.

Das Festival Lamalagahla findet im Litzibuch in Oberwil-Lieli, in direkter Waldnähe, statt. Auf zwei Bühnen treten am Freitag und Samstag unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler auf, eine bunte Mischung von Techno über Ska bis Reggae. Die in der Region bekanntere Band Tan Pickney hat am Freitag einen grossen Auftritt.

Mitorganisatorin Sara Renggli sagt: «Es gibt auch ein paar Überraschungen. Von einigen Künstlerinnen und Künstlern gibt es noch keine Aufnahmen.» Zudem gibt es die 10-Minuten-Bühne, wie sie schon von anderen Festivals bekannt ist. Eine Gelegenheit für unbekannte Musizierende, erste Bühnenluft zu schnuppern.

«Wir hätten den Sonntag auch füllen können», fügt Renggli schmunzelnd an. «Es haben uns noch mehr Bands angefragt, ob sie bei uns spielen können. Es war schwierig, Nein zu sagen.»

Vom Vereinsnamen Alpackada inspiriert, ging das Wortspiel weiter

Mitorganisator Claudio Baniclès erzählt: «Das Openeye war für mich der beste Event im Jahr. Vielen Freunden und Bekannten ging es ähnlich.» Deshalb beschlossen sie kurzerhand, die Lücke im Freiämter Kulturleben wieder zu schliessen. So gründete eine Gruppe von 18 jungen Leuten 2019 den Verein Alpackada. «Wir haben das Ziel, regelmässig Veranstaltungen durchzuführen. Wir wollen etwas anpacken, wie es bereits im Namen enthalten ist», erklärt die Mitorganisierende Rahel Renggli.

Sie haben bereits zwei Trockenübungen hinter sich. Erst hatten sie ein Open Air mit dem Namen Bass & Baum geplant, wegen Corona konnte das aber nie stattfinden. «Wir wollten einen Neuanfang», erklärt Baniclès. Deshalb wurde das Lamalagahla ins Leben gerufen. «Über den Vereinsnamen sind wir irgendwie auch zum Namen fürs Festival gekommen», erklärt Rahel Renggli. Lachend fügt sie an: «Manchmal fragen mich Leute, was mit dem Namen gemeint ist.» Nebst dem Wortspiel über Lamas steckt auch eine Aufforderung zum Entspannen und Geniessen darin.

Vor der grossen Bühne zwischen den Chriesi-Bäumen kann am Freitag und Samstag bis um 5 Uhr morgens getanzt werden.

Vor der grossen Bühne zwischen den Chriesi-Bäumen kann am Freitag und Samstag bis um 5 Uhr morgens getanzt werden.

Laura Koller

Das Lama ist nicht nur im Logo und auf allen Werbeplakaten zu sehen, während der zwei Tage kann zudem nur mit der Festivalwährung Lamas bezahlt werden. Wie diese genau aussieht, soll eine Überraschung bleiben. Auf dem Gelände wird zudem eine «Dromebar» aufgebaut, an der die Besuchenden etwas trinken könne. Ausserdem erwartet sie ein spezieller Festivalabschluss mit dem selbstgebastelten Holzlama.

Bis zu 800 Besuchende werden am Lamalagahla erwartet

Das Festival findet auf dem Land des Biohofs Litzibuch statt. Die Schwestern Rahel und Sara Renggli sind hier aufgewachsen. Rahel Renggli sagt: «Es war schon immer klar, dass das Open Air hier stattfinden soll.» Der Bauernhof mit dem umliegenden Weideland bietet Platz für zwei Bühnen und einen Campingplatz für die Besuchenden. Das OK rechnet über das Wochenende verteilt mit 700 bis 800 Leuten. Damit alles gut läuft, werden sie von 60 Helferinnen und Helfern unterstützt.

So wird am Lamalagahla campiert. Das OK lebt während der Aufbauwoche bereits in den Zelten.

So wird am Lamalagahla campiert. Das OK lebt während der Aufbauwoche bereits in den Zelten.

Laura Koller

Den Aufbau hat das OK eine Woche vor Festivalbeginn gestartet. Während dieser Zeit leben sie bereits auf dem eigens eingerichteten Campingplatz. «Nachdem die grossen Bühnen und Zelte am Montag aufgebaut waren, bleibt mehr Zeit für die Dekoration», freut sich Rahel Renggli.

Festival Lamalagahla am Freitag, 24., und Samstag, 25. Juni, beim Litzibuch in Oberwil-Lieli. Mehr Infos unter www.lamalagahla.ch