Sins
Nostalgische Melodien und Reisefieber am Jahreskonzert

Jahreskonzert und Theater des Männerchors waren einmal mehr einen Besuch wert. Geboten wurden Seemanslieder, Schlager und Evergreens. Mit dabei, wenn auch vorerst das letzte Mal, war der Kinderchor Abtwil-Oberrüti.

Cornelia Bisch
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Tante Jutta lässt sich täuschen von der improvisierten Familie ihres Neffen Hans. Sitzend von links: Alfred Naef, Bruno Huber, Rolf Leu, Edith Suter, stehend Andreas Müller.

Tante Jutta lässt sich täuschen von der improvisierten Familie ihres Neffen Hans. Sitzend von links: Alfred Naef, Bruno Huber, Rolf Leu, Edith Suter, stehend Andreas Müller.

Für manche Konzertbesucher gibt es nichts Schöneres, als in altbekannten Melodien zu schwelgen, mitzusummen und sich gedankenverloren im Takt zu wiegen. Der Männerchor Sins bot seinem Publikum eine bunte Palette von bodenständigen Seemannsliedern, unvergesslichen Ohrwürmern und nostalgischen Schlagern. Durchs Programm führte wiederum Cécile Etter.

Abschied vom Kinderchor

Vorerst zum letzten Mal dabei war der Kinderchor Abtwil-Oberrüti unter der Leitung von Claudia Kreienbühl, der seit vielen Jahren den Konzertauftakt gestaltet. Die Chorleiterin trage sich leider mit Rücktrittsgedanken, informierte Präsident Rolf Leu. Aus diesem Anlass traten die beiden Chöre gemeinsam mit drei Liedern auf, welche in attraktiven Arrangements im Wechselgesang oder im Gesamtchor präsentiert wurden, dirigiert von Claudia Kreienbühl, am Klavier begleitet von Helmut Seeg. Dabei gelang es den Sängern die hellen Kinderstimmen feinfühlig zu umrahmen, ohne sie zu verdrängen. Und was wäre geeigneter, als der generationenverbindende Evergreen «Schön ist es auf der Welt zu sein» oder das rassige Seemannslied «Nimm mich mit Kapitän».

Dynamischer Gesang

Der Männerchor präsentierte sechs weitere temperamentvolle Seemannslieder und Schlager, darunter das humorvolle «Mein kleiner grüner Kaktus» und die wehmütige Ballade «Die kleine Kneipe», welche mit Peter Alexander in den 70er-Jahren Berühmtheit erlangte. Pointiert, sicher und mit viel Feingefühl gestalteten die 35 Mitglieder des Männerchors die Melodien dynamisch aus. Der Funke sprang aufs Publikum über, welches die Darbietungen mit viel Applaus würdigte.

«Es ist erfreulich, dass wir immer wieder neue Mitglieder gewinnen können», erklärte Dirigent Helmut Seeg, welcher sein Amt bereits seit fünf Jahren ausübt. «So wird der Chor verstärkt und erlebt eine Verjüngung.» Mit dem Lustspiel in drei Akten «D’ Tante Jutta vo Kalkutta» von Max Reimann und Otto Schwartz erntete die Theatergruppe des Männerchors im zweiten Programmteil viel Gelächter und Applaus. Regie führte Alfred Naef.

Scharade für die reiche Tante

Dr. Hans Nägeli ist ein gut situierter Anwalt, der infolge seines ausschweifenden Lebensstils als Junggeselle jedoch ständig in Geldnöten steckt. Um den Geldfluss seiner reichen Tante Jutta aus dem fernen Kalkutta stets am Laufen zu halten, erfindet er Ehefrau und Sohn, welche ihrerseits reich beschenkt werden. Dies geht so lange gut, bis die Tante ihrem Neffen einen Überraschungsbesuch abstattet. Klar, dass ihr am Ende der Schwindel gebeichtet werden muss, was dank glücklicher Fügungen dennoch alle zufriedenstellt.

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