Niederwiler Olma ist abgesagt

Die 50-jährige Tradition wird wohl erst 2021 fortgeführt.

Ilir Pinto
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Rolf Mäder erlebt erstmals ein Jahr ohne Ausstellung.

Rolf Mäder erlebt erstmals ein Jahr ohne Ausstellung.

Bild: Britta Gut

Grundsätzlich wäre sie ebenso wenig aus dem Freiämter Festtagskalender wegzudenken wie Weihnachten und Silvester: die «Niederwiler Olma». Weihnachten und Silvester werden dieses Jahr stattfinden. Doch die Ausstellung der Mäder Landmaschinen AG, die jährlich Tausende Traktoren- und Maschinenfans anlockt, fällt flach. Dabei habe Geschäftsführer Rolf Mäder noch nie ein Jahr ohne die grosse Schau erlebt, berichtet er. Vor 20 Jahren hat er den Familienbetrieb in der dritten Generation übernommen.

Coronakonforme Durchführung unmöglich

«Normalerweise empfangen wir an diesem Anlass rund 6000 Gäste. Doch auch die Pläne für ein coronakonformes Konzept im Freien wurden im Oktober durchkreuzt, als die strengeren Massnahmen kamen. Wir haben eben nicht mehr Platz, als uns zur Verfügung steht», erklärt Mäder.

Das Gelände der Familie Mäder zieht zum Jahresen- de Menschen aus der ganzen Schweiz nach Niederwil, die die neusten landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte bestaunen wollen. «Man erfährt etwas über die neuste Technik der Landwirtschaft und ökologische Lösungen im Kommunalbereich», sagt Mäder. GPS- und ähnliches Zubehör kommt vermehrt zum Einsatz, was ein auf den Millimeter präzises Säen und Ernten ermöglicht.»

Der Familienbetrieb ist 101 Jahre alt

Letztes Jahr hat der Familienbetrieb seinen 100. Geburtstag gefeiert. Angeboten werden Verkauf und Reparatur von Landmaschinen sowie deren Service. «Trotz der Absage arbeiten wir weiter. Zurzeit dürfen wir noch Reparaturen durchführen. Nur die langersehnte Feier, auf die müssen wir und unsere 100 freiwilligen Helfer verzichten. Es trifft uns alle hart, dass die Olma dieses Jahr nicht stattfindet.»

Die Ausstellung hat seit ihrer Konzeption 1970 ausnahmslos jährlich stattgefunden. «Wir gehen davon aus, dass wir die 51. Niederwiler Olma nächstes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr feiern können», sagt Mäder. «Zwei unserer Helfer sind schon so lange dabei, dass ich ihnen zum Spass sage, sie seien lebenslänglich dazu verpflichtet», lacht er trotz allem.