Mutschellen
«Unsere Botschaft ist angekommen» – Kreisschul-Lehrerschaft nach Austausch mit Gemeindeammännern zufrieden

Die Schulraumproblematik an der Kreisschule Mutschellen (KSM) beschäftigt die Behörden seit bald einem Jahr. Nun traf sich die Lehrerschaft nach einem offenen Brief mit den Gemeindeammännern der vier beteiligten Gemeinden. Die Reaktion darauf ist positiv.

Marc Ribolla
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An der Kreisschule Mutschellen in Berikon mangelt es an genügend Schulraum.

An der Kreisschule Mutschellen in Berikon mangelt es an genügend Schulraum.

Marc Ribolla

Mit einem offenen Brief an die Gemeinderäte von Berikon, Oberwil-Lieli, Rudolfstetten und Widen tat die Lehrerschaft der Kreisschule Mutschellen (KSM) letzte Woche ihren Unmut über mangelnden Schulraum kund. Gesamtschulleiter Roland Gindrat erklärt: «Die Initiative für den offenen Brief kam von der Lehrerschaft aus. Sie hatte das Gefühl, dass es in der Sache nicht vorwärtsgeht.» Das Kollegium sei sehr an geeigneten Unterrichtsbedingungen interessiert und engagiere sich für seine Schülerinnen und Schüler.

Der offene Brief zeigte insofern Wirkung, als dass sich die beteiligten Gemeindeammänner mit der Schulleitung kurz danach zügig austauschten. Und nun am späten Montagnachmittag der versammelten Lehrerschaft das weitere Vorgehen in der Schulraumproblematik persönlich darlegen konnten.

Die offene Kommunikation der Politiker sei bei den Lehrpersonen gut angekommen, so Gindrat. «Meiner Meinung nach hinterliessen die Gemeindeammänner den Eindruck, dass sie hinter der Schule stehen», sagt der Schulleiter.

Lehrerschaft fühlt sich ernst genommen

Dies kann Bezirksschullehrer Mischa Schmid, der sich auch um die Stundenplangestaltung der KSM kümmert, im Grundsatz bestätigen. Er sagt zur AZ: «Wir sind insofern zufrieden, dass wir wahrgenommen werden und auch ernst genommen. Es ist ein Zeichen, dass sich die Gemeindeammänner persönlich mit uns getroffen haben.»

Bezüglich des Inhalts der rund 30-minütigen Infoveranstaltung hätten sie nicht viel mehr erwarten dürfen. Die Ammänner hätten den aktuellen Stand erläutert. «Sie haben dargelegt, wie die politischen Prozesse spielen und wie diese und andere Unwägbarkeiten den Pavillonbau oder eine andere Lösung verzögern», sagt Lehrer Schmid. Aktuell ist zum Beispiel eine Einsprache gegen den Pavillonbau hängig.

Die Kreisschule Mutschellen hat viel zu wenig Platz. Hier ein Blick in den PC-Raum im Keller der KSM 2 mit 22 Jugendlichen.

Die Kreisschule Mutschellen hat viel zu wenig Platz. Hier ein Blick in den PC-Raum im Keller der KSM 2 mit 22 Jugendlichen.

zvg

Die Lehrerschaft zeigt sich laut Schmid mit der Infoveranstaltung zufrieden. Es seien auch Fragen beantwortet worden. «Gewisse Informationen hörten wir zum ersten Mal. Ich glaube, unsere Botschaft ist angekommen.» Verhalten optimistisch sei der richtige Ausdruck, was die nähere Zukunft anbelange, so Schmid.

Nun liegt es am KSM-Vorstand, der aus jeweils einem Gemeinderat der vier Gemeinden gebildet wird, sowie der Schulleitung sich für eine Übergangsvariante zu entscheiden. Zur Wahl stehen deren zwei in Form von provisorischen Bauten. Kommenden Dienstag wird es diesbezüglich eine weitere Sitzung geben, wie Gindrat erklärt.

«Die Situation an der Kreisschule ist nun mal so, dass vier Gemeinden beteiligt sind. Da liegt es in der Natur der Sache, dass gewisse Prozesse länger dauern als zum Beispiel bei einer Primarschule, wo eine Gemeinde allein entscheiden kann», argumentiert Schulleiter Gindrat. Das Ziel ist, dass zusätzlicher Schulraum für die 29 KSM-Klassen frühestens im Frühling 2023 bereitsteht.

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