Mutschellen
«Mit Kopf, Herz und Hand dabei»: Kiwanis Club Mutschellen setzt sich seit 30+1 Jahren für Bedürftige in der Region ein

Es war ein bedeutendes Jahr für den Kiwanis Club Mutschellen. Nebst ihrer Jubiläumsfeier zum «30+1.» Geburtstag konnte die Organisation trotz ungewöhnlicher Bedingungen am Christchindlimärt Bremgarten 13'400 Franken sammeln.

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Feierliche Geschenkübergabe am Jubiläumsabend vom Kiwanis Club Lindenberg an die Kollegen vom Mutschellen: Rolf Thumm, Michael Wertli, Peter Rothenbühler und Burkard Kreyenbühl (von links).

Feierliche Geschenkübergabe am Jubiläumsabend vom Kiwanis Club Lindenberg an die Kollegen vom Mutschellen: Rolf Thumm, Michael Wertli, Peter Rothenbühler und Burkard Kreyenbühl (von links).

zvg

Anstatt der üblichen 100'000 waren es heuer nur gut 50'000 Besucherinnen und Besucher am Bremgarter Christchindlimärt. Kein Wunder, denn das Wetter war nass und kalt und die Coronaschutzmassnahmen verlangten Flexibilität und Geduld. Der Kiwanis Club Mutschellen war dennoch «mit Kopf, Herz und Hand dabei», wie Präsident Michael Wertli mitteilt.

So hat die Hilfsorganisation auch am diesjährigen Markt ihre bekannten Käseschnitten verkauft. Die damit erzielten Einnahmen sollen der regionalen Wohltätigkeit zugutekommen. Denn dafür ist die Organisation bekannt. «Tatkräftiges Engagement gehört seit 31 Jahren zur DNS des Kiwanis Clubs Mutschellen», teilt sie mit.

An wen die insgesamt 13'400 Franken, die der Klub in Bremgarten gesammelt hat, gehen werden, stehe noch nicht fest. «Gute Ideen sind immer willkommen. Es lässt sich bestimmt etwas Sinnstiftendes damit anstellen», ist Wertli überzeugt. Dass sie trotz spezieller Umstände so viel Geld einnehmen konnten, freut die Mitglieder und den Vorstand.

Von den Lindenberger Kollegen gab es einen Lebkuchen

Gefeiert wurde heuer auch das 30+1-Jahr-Jubiläum. Das Fest hätte eigentlich dem 30. Geburtstag des Kiwanis Club Mutschellen gelten und bereits vor einem Jahr stattfinden sollen. Weil das nicht möglich war, disponierte der Klub rasch um und feierte stattdessen seinen 30+1. Geburtstag kurz vor dem ersten Advent.

Umso grösser war die Freude, dass nun doch noch auf die sozialen Tätigkeiten, die die Organisation bisher in der Region geleistet hat, angestossen werden konnte. Mitgefeiert hat auch eine Patendelegation des Kiwanis Club Lindenberg. Diese überreichte ihren Mutscheller Kolleginnen und Kollegen einen grossen dekorierten Lebkuchen als Geburtstagsgeschenk.

Beide Klubs, jener vom Mutschellen sowie auch der vom Lindenberg, sind Teil der nationalen Kiwanis-Organisation. Nach Unicef ist diese das grösste Kinderhilfswerk, das es gibt. Weltweit sammelt sie jährlich über 110 Millionen Dollar Spendengelder und zählt über 18 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit, mit der sie sich für mehr Gerechtigkeit auf der Welt einsetzen will.

«Es geht nicht ums Spenden, sondern ums Tun»

Dem regional verankerten Kiwanis Club Mutschellen sei es ein besonderes Anliegen, möglichst unbürokratische Hilfe für Einzelpersonen, Familien und Institutionen aus der Umgebung zu leisten. «Die Wirkung vor Ort in den Gemeinden ist eine Stärke. Dabei geht es nicht nur ums Spenden, sondern ums Tun», schreibt die Organisation.

Eine dieser Taten war beispielsweise jene des Bellikers Rolf Senn, der mit seinem Rennrad 45-mal den Zürcher Buchenegg-Pass hinaufgefahren ist. 8848 Höhenmeter hat er dabei bewältigt, also insgesamt die Höhe des Mount Everests. Die in diesem Rahmen gewonnenen Spenden kamen dem Projekt «Wir lernen weiter» von Tobias Schär aus Merenschwand zugute. Finanziell schwächere Familien erhielten so Zugang zu Laptops.

Erste europäische Hilfsaktion gemeistert

Zusätzlich hat sich der Kiwanis Club Mutschellen in diesem Jahr auch an seiner ersten europäischen Hilfsaktion, der Mission «Schuhe für Kinder aus Rumänien», beteiligt. Die Aktion wurde durch die Kiwanis-Luxembourg-Foundation organisiert und hatte zum Ziel, Schuhe in der Schuhfabrik Marelbo in Vicovu de Sus in Rumänien zu bestellen und zu verteilen.

Im vergangenen Klubjahr 2020/2021 konnten die Mutscheller Kiwanen ihre finanzielle Unterstützung für regionale Sozialprojekte von 15'000 auf 28'000 fast verdoppeln. Damit konnten sie unter anderem einer alleinerziehenden Mutter helfen, deren beide Kinder die Diagnose einer unheilbaren Krankheit erhalten haben. (az)

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