Eggenwil
Musikgesellschaft aus Eggenwil wagt sich an «Gangnam Style»

Die Musikgesellschaft präsentierte ihren 200 Zuhörenden am Jahreskonzert unter dem Motto «Juke-Box» musikalische Stücke aller Couleur.

Tim Honegger
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Bot beste Unterhaltung: Die Musikgesellschaft Eggenwil.th

Bot beste Unterhaltung: Die Musikgesellschaft Eggenwil.th

Die 20-köpfige Musikgesellschaft ging zu Beginn behutsam vor: Das Konzert läutete sie mit dem klassischen Marsch «Army of the Nile» ein – einem Stück, wie es an jedem Jahreskonzert Pflicht ist. Weniger zurückhaltend war Zauberer und Moderator Captain Green.

Zwischen den Stücken nahm er das Publikum auf die Schippe, schnippte Geldstücke hinter den Ohren der Zuhörer hervor und liess Tische in der Luft schweben. Seine verblüffenden Zaubertricks verschlugen dem Publikum sprichwörtlich die Sprache.

Stahl er den Musikanten vielleicht sogar die Show? «Ich glaube nicht», sagt Präsident Bruno Meier. «Sonst macht es auch nichts. Hauptsache, das Publikum ist unterhalten.» Nur in ein Fettnäpfchen ist der grüne Magier getreten, als er «Eggenschwil» gute Unterhaltung wünschte. Ein kleiner Fauxpas, den das Publikum aber grosszügig überhörte.

Koreanischer Hit im Programm

Die musikalische Palette liess indes keine Wünsche übrig. Auf den Marsch folgten keltische Klänge voller Sehnsucht, Balladen aus Nordengland und pure Romantik mit «Only You». Allesamt unter der Direktion von Daniel Fankhauser, der die Musikgesellschaft bereits seit 12 Jahren begleitet.

Es war tatsächlich schwierig, einen Zusammenhang zwischen den Liedern auszumachen, stilistisch war das Konzert ein heilloses Durcheinander. Aber nur auf den ersten Blick: Im Grunde wurde die Musikgesellschaft damit nur ihrem Motto gerecht.

Das Jahreskonzert war genauso abwechslungsreich wie eine Juke-Box. Die vielen unterschiedlichen Stücke verlangten den Musikanten einiges ab – diese meisterten ihre Aufgabe indes bestens. Die grosse Vielfalt an Stücken bezeugte die Klasse der Musikantenformation.

Die Krönung dieses Prinzips war das letzte offizielle Lied des Abends: «Gangnam Style». Den koreanischen Welthit kannte man bislang nur aus dem Internet als Zusammenspiel digitaler Klänge. Auf die instrumentale Umsetzung war das Publikum umso gespannter. Die Musikanten enttäuschten nicht: Erfrischend und verstärkt durch drei Tänzerinnen spielten sie den Song und begeisterten damit das Publikum.

Risikobereitschaft belohnt

«Das Lied war druckfrisch. Wir waren nicht einmal sicher, ob wir die Noten dazu rechtzeitig erhalten würden», erklärte Meier. Zur Absicherung spielten sie aber auch Klassiker wie «It’s My Life» und «Country Roads». Kurz und gut: Die Musikgesellschaft bot Unterhaltung der Extraklasse.

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