Merenschwand
Brandstifter vom 1. Dezember bleibt unbekannt – Staatsanwaltschaft hat keine Hinweise

Der Dezember-Brandstifter von Merenschwand hat fünf von sechs Bränden zugegeben und wurde dafür verurteilt. Aber was ist mit dem sechsten, dem grössten der Brandserie?

Andrea Weibel
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Wer den Brand am 1. Dezember 2019 gelegt hat, bleibt weiter ungewiss.

Wer den Brand am 1. Dezember 2019 gelegt hat, bleibt weiter ungewiss.

Sead Redzepi / Leserreporter / «Aargauer Zeitung»

Am Dienstag stand der Dezember-Brandstifter von Merenschwand vor dem Bezirksgericht Muri. Er hat gestanden, am 2. und 6./7. Dezember 2019 fünf Brände im Dorf gelegt zu haben. Dafür wurde er zu vier Jahren Haft, aufgeschoben zu Gunsten einer stationären Massnahme, verurteilt. Den ersten und grössten Brand der Serie, dem am 1. Dezember 2019 ein ganzes Haus zum Opfer fiel, konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden.

Wie wird nun vorgegangen, um den Brandstifter vom 1. Dezember zu finden? Fiona Strebel, Mediensprecherin der Oberstaatsanwaltschaft, erklärte auf Anfrage: «Wir haben keine Hinweise auf eine Dritttäterschaft. Das Gericht erachtete die Beweislage allerdings als nicht genügend für eine Verurteilung, und es ist auch dessen Aufgabe, nach dem Grundsatz im Zweifel zu Gunsten des Angeklagten zu entscheiden.»

Zur Frage, wie es nun weitergehen soll, hielt sie fest: «Über das weitere Vorgehen wird die Staatsanwaltschaft erst nach Rechtskraft des Urteils entscheiden.»