Wohlen
Kampflustig, farbenfroh und musikalisch: So feierten die Wohler Schüler

Nach einer dreijährigen Pause ging das Jugendfest «Festiwohl» auf äusserst muntere Art über die Bühne. Highlights waren die Konzerte von jungen und älteren Musikern.

Hanna Widem
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Blackpoint: talentierte Jungmusiker aus Wohlen.
15 Bilder
Wie viele treff ich diesmal? Büchsenwerfen am Spielenachmittag.
Schulpflegepräsident Franco Corsiglia begrüsst die Jufe-Gänger
Akustiksound von Dryland
Präzision ist gefragt beim «Gut Schuss»: Mit Wasserpistolen soll so genau wie möglich getroffen werden.
Jugendest Wohlen
Immer wieder eine Herausforderung: Kletterbaum.
Die Kindergärtler warten auf den Marsch zur Hofmatten.
Bahnen, wo das Auge hinschaut. Der Lunapark am Jugendfest.
Thomi Truttmann interpretierte das Theaterstück „Örjan“ für die Primarschüler
Selbstgebastelte Action: Auf der Röllelibahn gings rasant den Hügel runter.
Die Sek 1A performte den offiziellen Jugendfestsong – gemeinsam mit Blackpoint.
Es geht um Gleichgewicht und Kraft: Zwei Stabkämpfer in Aktion.
Oberstufenschülerinnen und –schüler präsentieren die Resultate aus ihren Workshops
Ein Spass war das Jugendfest nicht nur für die Jungen.

Blackpoint: talentierte Jungmusiker aus Wohlen.

Rappelvoll war der Kirchenplatz am Samstagmorgen: Schülerinnen und Schüler, Kindergärtler, Eltern und Besucher drängten sich vor die Bühne, um den Auftakt zum Wohler Jugendfest nicht zu verpassen. «Festiwohl», so das Motto, sollte dieser Bezeichnung gerecht werden.

Gemeinsam mit der jungen Band Blackpoint sang und rappte sich die Klasse Sek 1a zur Begrüssung durch den offiziellen Jugendfestsong. Schulpflegepräsident Franco Corsiglia hielt sich kurz in seiner Rede, dankte dem OK und den Lehrpersonen und wünschte ein «wunderschönes, erlebnisreiches Wochenende, an dem man es einfach lustig haben kann miteinander».

Und schon machten sich die Kindergartenkinder auf den Weg zu ihrem grossen Auftritt. Mit ihren bunten Ballonen und farbigen Schnüre um den Hut marschierten sie, angeführt vom Trommelschlägen und Piccolotönen des «Fife & Drum Corps Niederwil», über die Steingasse bis zur Hofmatten.

Schlange vor dem «Ghosttrain»

Unterdessen tobten sich die Primarschüler während dem ersten Spielblock auf dem Haldenschulhausplatz und bei der Bleichi aus - es ging um viel Präzision, eine ruhige Hand oder auch ganz viel Kraft. «Beim Stabkampf habe ich schon viermal gewonnen», erzählt Özge stolz und beisst in ihr Sandwich. Das viele Kämpfen gibt halt Hunger.

Furchtlos waren nicht nur die Riesenohrstäbchenkämpfer und das Klientel des etwas anderen Friseursalons vor der Bleichi; auch vor dem «Ghosttrain» wartete eine ganze Schlange Wagemutiger auf eine kurze Reise durchs Land der Monster und sonstigen ungeheuerlichen Kreaturen.

Welcher Fuss zuerst?

Teamgeist erforderte das Skilaufen zu dritt. Welcher Fuss kommt denn zuerst? Nacht einigen Startschwierigkeiten schaffte es aber jedes Team ins Ziel.

Für einen vollen Magen sorgten die gut vertretenen Beizli entlang der Steingasse. Auswählen konnte man zwischen Crêpes, Hotdog und thailändische Spezialitäten. Und bei einem grossen Bier und Wurst mit Brot liess sich sogar die Niederlage der U21 gegen Spanien gut verdauen.

In diversen Workshops arbeiteten die Oberstufenschüler an Projekten. Auf der Steingass-Bühne präsentierte die Tanzgruppe dann gegen Abend, was sie während des Tages so alles eingeübt hatten.

Für die kleinen Theatergänger zeigte Thomi Truttmann im Chappelehof-Saal das Stück «Örjan». Er verwandelte sich zwischen dem Zaunkönig Edi und dem Königsadler Örjan auch mal wieder in die Rolle des Erzählers; den Kindern gefiel es bestens.

Von Shaking Shoes bis Blackpoint

Was wäre ein Jugendfest ohne Musik? Auf der Bühne vor der Kirche zeigten praktisch ohne Pause junge und ältere Musiker ihr Können. Neben Hausbands wie Shaking Shoes oder Dirty Venus überraschte vor allem die junge Schülerband «Blackpoint» mit selbstsicherem Auftreten und gut interpretierten Songs.

Geduld und Wehmut

Die Resonanz der Mitmachenden und der erwachsenen Jugendfestbesucher war durchs Band positiv. Das Fest bringe Oberstufenschüler und Primarschüler zusammen, genauso Eltern und Kinder, meinte eine Besuchern. Erfreulicherweise hätten die älteren Schüler beim Erklären einzelner Spiele viel Geduld mit den jüngeren Kindern bewiesen. Das sei ihr als Besucherin mehrfach aufgefallen.

Ein kleiner Tropfen Wehmut zeigte sich bei einer anderen Besucherin, die an die Jugendfeste aus ihrer eigenen Schulzeit zurückdachte: «Obwohl das Fest ja fast das gleiche geblieben ist, fehlt mir heute ein bisschen das Kribbeln im Bauch vor dem Aufstehen, das lange Aufbleiben, das nur am Jugendfest ausnahmsweise erlaubt war, oder die ersten Fahrten auf den Lunapark-Bahnen.» Aber trotzdem sei das Jufe halt einfach das Jufe geblieben: Ein unglaublich vielseitiges Programm, gute Leute und jede Menge Spass.

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