Freiamt
Junge Talente laden am heutigen Samstag zum Midtsommer ein

Sie üben täglich mehrere Stunden und schreiben zum Teil selber Stücke. Die az hat das Jugendorchester Freiamt besucht.

Timea Hunkeler
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Maureen Buob (16, Geige und Konzertmeisterin), Jamin Streit (11, Cello) und Jonas Achermann (15, Geige, Klavier und Komponist, von links) freuen sich aufs Konzert.

Maureen Buob (16, Geige und Konzertmeisterin), Jamin Streit (11, Cello) und Jonas Achermann (15, Geige, Klavier und Komponist, von links) freuen sich aufs Konzert.

Timea Hunkeler

Jamin Streit ist erst 11 Jahre alt, berichtet aber: «Als ich noch sehr klein war, besuchte ich ein Konzert. Von da an war klar, dass ich diese grosse Geige auch spielen will.» Mit dieser «grossen Geige», also dem Cello, hat er es bis ins Jugendorchester Freiamt geschafft. Gemeinsam mit 22 anderen Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren probt er derzeit für die neue Konzertreihe «Midtsommer».

Mit ihm wird auch Maureen Buob (16) auf der Bühne stehen. «Das Programm gefällt mir sehr gut. Es ist extrem vielfältig», sagt sie über die nordische Stückauswahl. Maureen zählt zu den Ältesten im Orchester, spielt Geige und ist Konzertmeisterin. «Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Ich bin für jegliche kleineren und grösseren Probleme zuständig.» Neben dem Stimmen der Instrumente ist sie beispielsweise auch Ansprechperson für die anderen Kinder und Jugendlichen im Orchester. Sie sei durch ihre Geigenlehrerin auf das Jugendorchester gekommen, wo sie nun schon seit drei Jahren mitwirkt.

Begabt und sehr ehrgeizig

Vor ungefähr vier Jahren übernahm die Dirigentin Anne-Cécile Gross die Leitung. Beinahe zur selben Zeit, vor dreieinhalb Jahren, ist auch Jonas Achermann zum Jugendorchester gestossen. Der 15-Jährige ist der Stimmführer zweite Geige und spielt nebenbei auch Klavier oder komponiert eigene Stücke. «Ich möchte Berufsmusiker werden. Was ich genau machen möchte, weiss ich noch nicht. Einfach etwas mit Musik», sagt er bestimmt.

Neben der Orchesterprobe – zwei Stunden pro Woche im Künstlerhaus – wird viel zu Hause geübt. «Ich spiele zwei Stunden täglich Cello, vor einem Konzert sogar drei», sagt Jamin, der Cellist werden möchte. Neben der Schule sei es manchmal schwierig, so viel zu musizieren, findet Maureen. «Ich gebe mir viel Mühe in der Schule, deshalb kann ich mir nicht immer die Zeit zum Üben nehmen, die ich möchte. Ich sehe Geigespielen aber als Hobby, deshalb ist es in Ordnung so.»

Das erste Konzert der diesjährigen Reihe hat bereits gestern Abend in der alten Kirche in Boswil stattgefunden. «Es ist für uns immer wieder eine Ehre, in Boswil zu spielen, da es unsere Heimat ist», freut sich Anne-Cécile Gross, Leiterin des Orchesters. Auch mit den anderen Aufführungsorten verbinde sie gute Erinnerungen. «In Bremgarten herrscht immer eine tolle Stimmung, darum wollten wir wieder dort spielen. Und im Gnadenthal ist es einfach immer ein tolles Fest.»

«Midtsommer» heute Samstag, 19.30 Uhr, in der Kapuzinerkirche Bremgarten und morgen Sonntag, 17 Uhr, in der Klosterkirche Gnadenthal.

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