Sarmenstorf
Jede Woche gibt es Neues zu bewundern: Die Schule bringt Licht ins Dunkle

Die Sarmenstorfer Schüler laden die ganze Bevölkerung ab Montag, 23. November, ein, jede Woche neue Lichter rund um die Schulhäuser zu bewundern.

Andrea Weibel
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Nina, Marc, Timon und Lian (von links) aus der Klasse 6a der Schule Sarmenstorf basteln für die Aktion «Licht ins Dunkel».

Nina, Marc, Timon und Lian (von links) aus der Klasse 6a der Schule Sarmenstorf basteln für die Aktion «Licht ins Dunkel».

zvg

Alles ist abgesagt. Wegen Corona mussten die Kindergärtler und Primarschüler auf ihren Räbeliechtliumzug verzichten, Herbstmärkte finden nicht statt und auch der Samichlaus kommt vielerorts leider überhaupt nicht.

«Wir fanden es so schade», sagt Sandra Henkes, Schulleiterin der Primarschule Sarmenstorf. «Vor etwa drei Wochen haben Schulsekretärin Bea Thönen und ich darüber gesprochen. Wir fanden, es müsste doch ein Licht im Dunkeln geben. Und dieser Satz ist hängen geblieben», erinnert sie sich.

Aktionen ohne grosse Schutzmassnahmen

Kurzum beriet sich die Schulleiterin mit ihren Kolleginnen und Kollegen und stellte in Windeseile das Konzept zur Aktion «Licht ins Dunkel» auf die Beine. Jetzt strahlt sie, wenn sie erzählt: «Ab Montag, 16. November, laden wir die gesamte Bevölkerung ein, jede Woche neue Installationen und Aktionen rund um unsere Schulhäuser zu bewundern.»

Was genau es sein wird, das die Besucher dort erwartet, will sie noch nicht verraten. «Aber wir fanden, wenn wir die Bevölkerung aufs Schulareal einladen, müssen wir uns keine grossen Schutzmassnahmen ausdenken. Da haben viele Leute Platz, und man kann sich auch gut aus dem Weg gehen und Abstand halten», ist Henkes sicher.

So schreibt sie in einem Elternbrief dazu: «Wir möchten Ansammlungen vermeiden, da es wie gesagt kein Schutzkonzept geben wird. Ich denke, dass sich – auf die Zeitdauer gesehen – der Besucherstrom natürlich verteilen wird. Falls es irgendwo ‹Stau› geben sollte, bitte ich Sie, von sich aus den nötigen Abstand zu wahren.»

Nicht alles wird «mit den Augen sichtbar» sein

Die «Installationen», die es rund um die Schulhäuser geben soll, sind teilweise von den Schülerinnen und Schülern selber gebastelt worden. «Anderes bereiten die Lehrpersonen vor. So können auch die Schüler noch Überraschungen entdecken», freut sich die Primarschulleiterin.

Doch die Lichtinstallationen sind nicht das Einzige, das sich die Schule Sarmenstorf ausgedacht hat, um eben Licht ins Dunkle zu bringen. «Manches gibt es vielleicht nicht mit den Augen zu sehen – schon Antoine de Saint-Exupéry hat gesagt ‹man sieht nur mit dem Herzen gut›... Lassen Sie sich überraschen, was es allenfalls zu hören oder eben ‹mit dem Herzen zu sehen› gibt», schreibt Henkes dazu im Elternbrief.

Viel mehr möchte sie nicht verraten. Nur noch so viel: «Die Oberstufe beteiligt sich nicht nur an der Lichteraktion, sondern bringt zudem auf ganz andere Weise Licht ins Dunkle des Dorfes.» Man werde dann schon sehen, verspricht sie mit einem Lächeln.

Zwischen 18 und 21 Uhr werden verschiedene Installationen auf dem Schulgelände beleuchtet sein. «Und vermutlich auch eine Stunde am Morgen, wenn die Schülerinnen und Schüler auf den (sonst dunklen) Pausenplatz kommen», heisst es weiter im Elternbrief.

Sandra Henkes ist gespannt, wie die Aktion «Licht ins Dunkel» bei den Schülerinnen und Schülern, aber auch bei der ganzen Sarmenstorfer Bevölkerung ankommt. «Wir hoffen, so allen eine kleine Freude machen zu können», sagt sie. Und sie wirbt: «Es wird jede Woche etwas Neues zu entdecken geben. Das grosse Finale kommt dann in der Woche vor Weihnachten.»