Zufikon
In Zufikon ist das Interesse an den neuen Nachbarn gross

Zehn Asylbewerberinnen werden die Unterkunft «Alter Zürcherweg» in Zufikon beziehen. Interessierte konnten die Liegenschaft besichtigen und Fragen stellen.

Chantal Gisler
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Im unscheinbaren Häuschen ziehen zehn Asylbewerberinnen ein.

Im unscheinbaren Häuschen ziehen zehn Asylbewerberinnen ein.

Am Mittwoch ziehen zehn Frauen aus Sri Lanka, Somalia und Eritrea in die Asylunterkunft «Alter Zürcherweg» in der Nähe vom Bibenlos-Verkehrsknoten. Aus diesem Grund lud der Gemeinderat Zufikon alle Neugierigen ein, sich ein Bild von der Liegenschaft zu machen.

Ein unscheinbares Häuschen

Asylbewerber sind in der kleinen Gemeinde am Hang des Mutschellen nichts Neues. Dennoch war das Interesse um die neuen Nachbarn vor allem bei den Anwohnern sehr gross. Viele kamen, um sich die 7,5 Zimmer, die zwei Bäder und den kleinen Keller, den sich die Asylbewerberinnen teilen werden, anzusehen. Das beinahe unscheinbare Häuschen liegt am Rande des Alten Zürcherwegs und ist spärlich, aber dennoch gemütlich eingerichtet. Die Möbel wurden vom vorherigen Bewohner übernommen und mit Spenden ergänzt.

Die Asylsuchenden sind seit einiger Zeit in der Schweiz, ihre Asylgesuche sind in Bearbeitung. Die meisten besitzen bereits Deutschkenntnisse aus Kursen und wollen diese auch weiterhin besuchen. «Ich bin froh, dass die nötige Unterstützung gewährleistet wird», sagte Gemeinderätin Gabriela Bereuter. Auch sie war am Samstag vor Ort und beantwortete die Fragen der Besucher.

Anwohner sind gelassen

Ein Sozialarbeiter wird mindestens einmal wöchentlich nach dem Rechten sehen. Die Polizei ist laut Gemeinderätin Bereuter über die Bewohnerinnen des Häuschens informiert und wird ein Auge auf die Unterkunft werfen.

Die Zufiker geben sich gelassen. «Der Standort ist ideal», meint ein Anwohner der Unterkunft. «Irgendwo müssen sie schliesslich sein und wenn alles nach dem Plan des Gemeinderats läuft, merkt niemand etwas», sagt ein direkter Anwohner, der nicht namentlich erwähnt werden möchte. «Ich hoffe, man wird sich an diese Situation gewöhnen.»

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