Beinwil
In Wiggwil sollen Gemeindewerkhof und Feuerwehr in einen Neubau ziehen

Der Gemeinderat beantragt den Kauf des Werkareals Neuhaus in Wiggwil. Dafür soll ein Kredit von 1,7 Millionen an der Gemeindeversammlung genehmigt werden.

Eddy Schambron
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Der Gemeinderat Beinwil beantragt den Kauf des Werkareals Neuhaus in Wiggwil, damit Feuerwehr und Werkdienst endlich zu geeignetem Neubau kommen.

Der Gemeinderat Beinwil beantragt den Kauf des Werkareals Neuhaus in Wiggwil, damit Feuerwehr und Werkdienst endlich zu geeignetem Neubau kommen.

Eddy Schambron

Damit Feuerwehr und Werkdienst der Gemeinde Beinwil endlich zu einem geeigneten Neubau kommen, beantragt der Gemeinderat Beinwil den Kauf des Werkareals Neuhaus in Wiggwil. Dafür legt er einen Kredit von 1,7 Mio. Franken der Einwohnergemeindeversammlung am 28. Juni zur Genehmigung vor. Für die Realisierung des beabsichtigten Mehrzweckneubaus von Gemeindewerkhof und Feuerwehrmagazin schätzt der Gemeinderat die Baukosten auf rund 2,5 Mio. Franken.

Werkareal Neuhaus geeignet

Der Gemeinderat befasst sich schon längere Zeit mit der Erstellung eines kombinierten Zweckbaus, um die Bedürfnisse des kommunalen Werkhofs und der Feuerwehr abdecken zu können. Das Feuerwehrlokal auf dem Schulhausareal, erbaut 1959/60, lässt keine sinnvolle Erweiterung zu, hält der Gemeinderat fest. Auch die Werkscheune im Mitteldorf 1 mit Baujahr 1893 liegt einerseits mitten im Wohngebiet und kann nicht wirtschaftlich betrieben werden. Für den Gemeinderat gibt es nur einen möglichen Standort, wo die baulichen Bedürfnisse auf einer zusammenhängenden Fläche und an günstiger Verkehrslage befriedigt werden können – auf dem Werkareal Neuhaus in Wiggwil. Das Grundstück liegt in der Gewerbezone G und erfüllt mit seinem Standort die vorgegebenen Leistungsnormen der Feuerwehrgesetzgebung, die verlangt, dass sämtliche Bauten in der Gemeinde innert zehn Minuten für den Brandschutz erreichbar sein müssen.

Die heutige Eigentümerfamilie Schütz aus Amriswil bekundet kein längerfristiges Interesse an diesem Grundstück und ist grundsätzlich bereit, zu verkaufen. Das Areal wird jedoch nur als Einheit veräussert. Das heisst, die bestehenden Mietverträge für Wohnungen und gewerbliche Räumlichkeiten müssen übernommen werden, ebenso das Risiko zur Beseitigung möglicher Altlasten aus den Geländeauffüllungen in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Eine Beurteilung hat allerdings ergeben, dass die Schadstoffbelastungen nur geringfügig sind und nicht über den Grenzwerten liegen.

Restfläche verkaufen

Die Restfläche des Grundstückes, welche nicht für den gemeindlichen Zweckbau benötigt wird, soll an Dritte weiterveräussert werden. Bis dahin werden die bestehenden Mietverträge von der Gemeinde mit allen bestehenden Verbindlichkeiten fortgeführt. Noch offen ist, was mit dem alten Feuerwehrgebäude beim Schulhaus geschehen soll. Als zukünftige Nutzung wäre hierfür unter anderem ein Mehrzweckraum denkbar. Bei der Werkhofscheune stehen Wohnungseinbauten im Vordergrund. Aus dem späteren Verkauf der heutigen Werkhofscheune erhofft sich der Gemeinderat einen Ertrag von rund 600 000 Franken.

Baukredit erst später gestellt

Für den beabsichtigten Mehrzweckneubau von Gemeindewerkhof und Feuerwehrmagazin dürften Baukosten von rund 2,5 Mio. Franken anfallen. An der Erstellung des Feuerwehrlokals beteiligt sich die Aargauische Gebäudeversicherung mit 40 Prozent. Ein entsprechendes Kreditbegehren werde jedoch erst an einer späteren Einwohnergemeindeversammlung gestellt, genauso wie für einen allfälligen Verkauf der Werkhofscheune.

An der Einwohnergemeindeversammlung sind ausserdem auch die Genehmigung von Rechenschaftsbericht und Rechnung 2016, die Totalrevision der Satzungen Abwasserverband Reuss-Schachen und dessen Abwasserregelement, die Totalrevision des Wasserreglements der Gemeinde Beinwil, die Gemeinderatsbesoldung für die Amtsperiode 2018 bis 2021 sowie die Flächenbereinigungen an Gemeindestrassen traktandiert.

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