Muri
Forscherdrang gleich an zwei Murianer Schulen

In den Schulhäusern Kloster und Roos in Muri gehen diese Woche Kinder und Jugendliche der Sache auf den Grund.

Eddy Schambron
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Im Klosterhof fliegt unter Anleitung von Barbara Frey die Rakete. ES

Im Klosterhof fliegt unter Anleitung von Barbara Frey die Rakete. ES

Die Rakete beschleunigt im Klosterhof Muri, nur mit Wasser und Luft angetrieben, beachtlich. Sie gehört zur Forscherkiste der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, die eine Woche zuvor schon die Geltwiler Schulkinder mit ihrem Möglichkeiten in ihren Bann zog. Während der Projektwoche im Schulhaus Kloster in Muri werden etwa 140 der 200 darin enthaltenen Experimente umgesetzt, wie Barbara Frey erklärt, die mit ihrer Gruppe gerade die Rakete sausen lässt. «Die Kinder sind mit Eifer bei den Experimenten dabei», stellt sie fest. In den Schulzimmern, sogar in den Gängen des Schulhauses, ist alles überstellt mit Materialien. Rund 140 Kinder der Unterstufe beschäftigen sich Experimenten, welche die fünf Sinne und Mathematik beinhalten. Sie werden dabei von freiwilligen Helferinnen und Helfern unterstützt.

Sehen, hören, schmecken

Die Sinne und Mathematik werden auch an der 1. bis 4. Real B und in der Kleinklasse Oberstufe im Schulhaus Roos angesprochen. Hier steht nicht die Forscherkiste aus St.Gallen, sondern ein Forschermobil der Uni Bern. Darin befindet sich ein Schatz von mehreren Dutzend Koffern mit naturwissenschaftlichen Versuchen. Auch hier werden die Jugendlichen nicht nur von Lehrkräften unterstützt, sondern auch von Senioren. «Das klappt bestens», freut sich Andreas Hostettler. «Die Schülerinnen und Schüler können von ihrem Erfahrungsschatz profitieren.»

An der ETH Forscher über Schulter schauen

Nicht nur selber experimentieren ist in dieser Woche angesagt. Vielmehr haben die Jugendlichen des Schulhauses Roos auch richtigen Forschern über die Schultern geschaut, und zwar an der ETH Zürich. Hier wurde ihnen erläutert, wie Forschung funktioniert. Und hier konnten sie Einblick in die Labors mit der weltweit führenden Technologie nehmen. Schliesslich gab es Kontakte mit Studenten. «Unsere Schülerinnen und Schüler mussten sich an der ETH selbstständig durchschlagen», betonte Hostettler.

Gestern schliesslich war ein spezieller Tag mit einem Elternabend. Es galt, den Eltern «Bildung zu verkaufen». Das machten die Schülerinnen und Schüler unter anderem mit aufwändig selber gestalteten Plakaten. «Susi Schilliger als Hauptorganisatorin hat für diese Projektwoche eine riesige Arbeit geleistet», lobte Kollege Hostettler.

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