Bremgarten
Exklusiv: So sieht der Muri-Amthof von innen aus

Die Denkmalpflege wurde vom Publikumsaufmarsch total überrascht – nur 90 Personen durften das Bremgarter Wahrzeichen, den Muri-Amthof, von innen sehen.

Christian Breitschmid
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Führung durch Muri-Amthof, Bremgarten
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Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Hans Ulrich Meyer zeigt seinen Gästen das Abtzimmer.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten In früheren Zeiten wurde hier vielleicht das Hausgesinde gespeist. Oder es warteten die Gäste des Abts auf den Hausherrn.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Blick von der Wehrmauer auf die ehemalige Scheune.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Von der Wehrmauer aus betrachtet, macht der weithin sichtbare Turm des Amthofs mächtigen Eindruck auf die Besucher.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Der Küchlerofen im Abtzimmer ist signiert und stammt aus dem Jahr 1767.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Die Kassettendecke im Abtzimmer ist mit wunderschönen Intarsien geschmückt.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Hausherr Hans Ulrich Meyer begrüsst seine Gäste auf der Wehrmauer zwischen Amthof und Turm.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Auch im Zehntenkeller gab es vielerlei historische Schätze zu bestaunen und zu photographieren.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Im Zehntenkeller wurden die Besicher empfangen und erhielten sie von Vertretern der Denkmalpflege erste Informationen zum Amthof.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten An einer der Säulen im Zehntenkeller prangt das Wappen des Erbauers des Amthofs in seiner heutigen Kubatur, Abt Laurenz von Heidegg.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Auf der Gegenseite des Abtwappens ist das Wappen von Muri dargestellt. Beide Wappen erinnern an die ehemaligen Besitzer und Bewohner des Amthofs, das Kloster Muri und seine Äbte.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Hans Ulrich Meyer zeigt seinen Besuchern, wie der Amthof vor dem Umbau der Scheune und der Errichtung des Turms ausgesehen hat.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Der Muri-Amthof vom Park her betrachtet.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Mehr als die Sicht vom Innenhof bekamen viele Besucher am 24. Februar nicht zu sehen.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten So blickt der Besitzer des Amthofs vom Wintergarten aus über die Reuss.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Alle wollten sie den Muri-Amthof von innen sehen, aber nur 6x15 Personen, konnten Eintrittsbillette ergattern.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Hans Ulrich Meyer kennt die Geschichte seines Hauses genau und ist stolz darauf, sie seinen Besuchern näher zu bringen.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Die Besucher strömten in Scharen zum Muri-Amthaus. Die Einladung der kantonalen Denkmalpflege wirkte unwiderstehlich.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Schon kurz nach 14 Uhr mussten die Besichtigungswilligen am Eingang wieder kehrt machen.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Wer die Chance zur Besichtigung bekam, konnte von der Wehrmauer aus den Bremgarter Reusslauf verfolgen.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Die Chorbogenwand der Hauskapelle ziert eine Darstellung der Verkündigung Mariens von Maler Hans Michael Lüpfer.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten In diesem Salon hoch über der Reuss schmeckt der Nachmittags-Tee oder -Kaffee gleich nochmals so gut.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Blick auf den Alter in der Hauskapelle.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Blick von der Wehrmauer auf die ehemalige Scheune.
Führung durch Muri-Amthof in Bremgarten Abt Jodokus Singisen liess 1640/41 die Hauskapelle im Amthof errichten. Sein Portrait ziert heute die linke Wand der Kapelle.

Führung durch Muri-Amthof, Bremgarten

Christian Breitschmid

Der Muri-Amthof ist eines der Wahrzeichen von Bremgarten. Viele, die das imposante Gebäude mit dem markanten Turm von der Reuss her schon bewundert haben, hätten sicher gerne einen Blick ins Innere des ehemaligen Verwaltungsgebäudes des Klosters Muri geworfen. Am Samstag war dazu erstmals und exklusiv Gelegenheit, denn Amthofbesitzer Hans Ulrich Meyer hatte sich dazu bereit erklärt, im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Zu Gast bei...» sein Haus der interessierten Öffentlichkeit zu zeigen.

Vom Ansturm überrascht

Weder er, noch die für die Organisation verantwortliche kantonale Denkmalpflege hätten damit gerechnet, dass es ausgerechnet am Tag des Bremgarter Reusslaufs so viele Menschen nicht zum Fluss, sondern vor die Tore des Muri-Amthofes ziehen würde, an denen schon kurz nach der Öffnung um 14 Uhr zwei rosa Zettel klebten mit der Aufschrift: «Alle Führungen leider bereits ausgebucht».

Der Unmut bei den Abgewiesenen war gross, denn in der Ankündigung zur Veranstaltung hatte es noch geheissen: «Anmeldung: nicht erforderlich – Eintritt: frei». Im Wissen, dass man hier Einblicke erhalten würde in ein denkmalgeschütztes Gemäuer, dessen Ursprung bis ans Ende des 14. Jahrhunderts zurückreicht und das seit 180 Jahren in Privatbesitz ist, lockte historisch Interessierte und Neugierige in Scharen an die Antonigasse 2.

Die Glücklichen, die schon vor der Türöffnung vor dem Tor standen und so eines der begehrten Führungstickets ergattern konnten, wurden anschliessend im Halbstundentakt, vom Hausherrn persönlich, in Gruppen zu maximal 15 Personen durch dessen Wohnräume geführt. Sechs Führungen, dann war die Veranstaltung zu Ende.

Eindrucksvolle Einblicke

Auch wenn man längst nicht alle Räume im Amthof zu Gesicht bekam, so wurde die Denkmalpflege ihrem Motto zur 75-Jahr-Feier ihres Bestehens dennoch gerecht: «Den Aargau neu entdecken». Allein schon der Blick von der Wehrmauer und dem Wintergarten hinunter auf die Reuss war atemberaubend. Im Inneren dann das Abtzimmer mit seiner eindrücklichen Kassettendecke und dem signierten Küchlerofen von 1767. Vorbei am schmucken Salon und der Bibliothek gelangte man dann in die Hauskapelle, die zwar als solche nicht mehr benutzt wird, aber seit ihrer Erbauung und Ausstattung 1640/41 keine Veränderungen erfahren hat.

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