Wohlen
Er initiiert ein neues Jazzfestival, weil Wohlen «kulturtot» sei

Anglikon Im Sommer 2014 soll im Dorfteil ein grösseres Jazzfestival stattfinden. Als Vorbote finden heute Donnerstag und morgen Freitag die 1. Angliker Jazztage statt.

Lisa Stutz
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Marius Meier: «Die Jazztage sind der Startschuss fürs Festival 2014.»lis

Marius Meier: «Die Jazztage sind der Startschuss fürs Festival 2014.»lis

«Wohlen ist kulturtot. Und Anglikon noch viel toter», finden Marius Meier aus Anglikon und seine drei OK-Kollegen Alex Stirnemann, Patrick Grob und Jonas Arnet. Doch um sich nicht nur über diesen Zustand zu beklagen, wollen sie selbst etwas daran ändern: «Schon lange hegten wir die Idee, ein Jazz-Festival durchzuführen. Im Sommer 2014 wollen wir es realisieren», erklärt Meier. Doch dafür bräuchten sie viele Helfer, die sich genau wie sie für diesen Anlass begeistern würden. Um diese zu finden, führt das Team heute Donnerstag, 7. Februar, und morgen Freitag, 8. Februar, die 1. Angliker Jazztage durch. «Wir wollen, dass man die Veranstaltung schon kennt. Diese ‹ersten› Angliker Jazztage sind im kleineren Stil gehalten, nicht zu vergleichen mit unserem Ziel im Sommer 2014.»

Film und Musikvortrag

Heute Abend wird der Film «Almost Famous» von Cameron Crowe einer geladenen Gruppe gezeigt. Später hält ein Freund des OKs, John Alarik, einen Vortrag. «Alarik weiss sehr viel über die Rockmusikgeschichte und wird die Gäste mit seiner Freude an der Musik mitreissen», freut sich Meier, der in der Band «Shaking Shoes» Bass spielt.

Am geplanten Jazzfestival werde dann nicht nur Jazz gespielt, auch andere Musikstile seien vertreten, erklärt er. Meier und seinen OK-Kollegen schwebt ein lockeres, alternatives Festival mit Bands aus der Region vor.

Improvisation ist angesagt

Am Freitagabend, 8. Februar, findet zuerst eine «Jamsession» statt, bei der sich jeder ein Instrument greifen und mit anderen improvisieren kann. Danach tritt die achtköpfige Band Pamplona Grup auf.

Die 1. Angliker Jazztage sind kein öffentlicher Anlass. «Sie sind sozusagen der Startschuss fürs grössere Projekt im Sommer 2014», betont Marius Meier. Dieses sei dann selbstverständlich für alle Musikbegeisterten aus der Region zugänglich. Doch noch gebe es viele Hürden zu überwinden: «Wir sind auf der Suche nach einem geeigneten Gelände in Anglikon. Ausserdem wird sich nach diesem Anlass herausstellen, mit wie vielen Helferinnen und Helfern wir ungefähr rechnen können.» Das OK habe an den Vorbereitungen für das Festival jetzt schon eine Menge Spass, teilt Meier mit.

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