Sarmenstorf
Der Samichlaus und die Frau Meier

Der Samichlaus verteilte am Chlausauszug in der Wendelinskapelle nicht nur Lebkuchen, sondern erzählte auch eine Geschichte.

Andrea Weibel
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Der Samichlaus erzählte in der Wendelinskapelle die Geschichte von Frau Meier und ihrem Blumengarten – die Kinder hörten ihm gespannt zu. Andrea Weibel

Der Samichlaus erzählte in der Wendelinskapelle die Geschichte von Frau Meier und ihrem Blumengarten – die Kinder hörten ihm gespannt zu. Andrea Weibel

Andrea Weibel

Der Samichlaus und seine Schmutzli leben im Wald, das ist bekannt. Dass sie aber auch während des Jahres dort ab und zu Leuten über den Weg laufen, das hat wohl noch kaum einer je erlebt. Der alten Frau Meier sei es aber so ergangen, berichtete der Samichlaus seinen gespannten kleinen Zuhörerinnen und Zuhörern, die am Freitagabend die ganze Wendelinskapelle am Sarmenstorfer Waldrand oben füllten. Ja, die Frau Meier sei sehr froh gewesen, dass sie den Samichlaus getroffen habe, berichtete er. Denn sie klagte ihm, dass Kinder und auch Erwachsene ihren hübschen Blumengarten zerstört hätten. Der Samichlaus versprach zu helfen. So brachte er in jenem Jahr jeder Familie, die er am Samichlausabend mit seinen Schmutzli besuchte, eine Blumenzwiebel vorbei und sagte ihnen, dass man sich viel mehr freuen könne, wenn man sich gemeinsam um Blumen kümmere, anstatt sie zu zerstören.

Nicht nur Frau Meier hatte er in jenem Jahr glücklich gemacht, denn als er sie das nächste Mal sah, berichtete sie ihm, dass Kinder in ihrem Garten gemeinsam Blumenzwiebeln gepflanzt hätten. Auch die Kinder waren glücklich – genauso wie dieses Jahr, wo jedes draussen vor der Kapelle für sein Versli einen Lebkuchen vom bärtigen Mann in seinem roten Mantel erhielt.

Um an seine Geschichte zu erinnern, brachten der Samichlaus und seine Schmutzli anschliessend eine ähnliche Blumenzwiebel hinunter ins Dorf zum Pfarrer. Und wer weiss, vielleicht blüht sie zu Weihnachten auf dem Altar.

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