Bremgarten
Claudia Bamert ist Stadträtin: Sie erhielt über 900 Stimmen Vorsprung auf Hausherr

Claudia Bamert (Läbigs Bremgarte) heisst die neue Stadträtin in Bremgarten. Ihr gelingt die Wahl im zweiten Wahlgang mit grossem Vorsprung auf Konkurrent Stefan Hausherr (parteilos). Bamert tritt damit die Nachfolge von Monika Briner (parteilos) an.

Marc Ribolla
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Gratulation: Ex-Stadtammann Robert Bamert stösst mit Tochter Claudia Bamert auf deren Einzug in den Stadtrat an.

Gratulation: Ex-Stadtammann Robert Bamert stösst mit Tochter Claudia Bamert auf deren Einzug in den Stadtrat an.

Marc Ribolla

Nach rund fünf Monaten Wahlkampf sind die Würfel in der Bremgarter Stadtratsersatzwahl am Sonntag gefallen. Über den Volltreffer darf sich Favoritin Claudia Bamert freuen. Die 46-Jährige sticht im zweiten Wahlgang ihren Kontrahenten Stefan Hausherr deutlich aus.

Bei einer Stimmbeteiligung von 46 Prozent und 2441 in Betracht kommenden Wahlzetteln erreichte Bamert 1680 Stimmen. Hausherrs Name stand auf 761 Zetteln geschrieben.

Damit wurde Bamert, die von der Gruppierung «Läbigs Bremgarte» portiert worden war, ihrer Favoritenrolle aus dem ersten Wahlgang vom 7. März gerecht. Damals verpasste sie das absolute Mehr mit 1168 Stimmen nur um 45 Stimmen. Der bürgerlich politisierende Stefan Hausherr (parteilos) kam damals als Zweitplatzierter auf 422 Stimmen. Bamert tritt nun im Bremgarter Stadtrat die Nachfolge von Monika Briner (parteilos) an.

Gut vernetzt und seit Geburt in Bremgarten

Am Sonntagnachmittag traf sich Bamert mit ihren Unterstützern zur kleinen Wahlfeier. Über ihren deutlichen Erfolg sagte sie dort:

«Ich habe es nach dem ersten Wahlgang gehofft und bin sehr froh über das klare Resultat.»

Erleichtert ist sie auch, dass der lange Wahlkampf vorbei ist. Nominiert worden war Bamert von Läbigs Bremgarte bereits am 15. Dezember 2020. Im Rückblick bezeichnet sie den Wahlkampf, auch mit den drei weiteren Kandidaten vom ersten Wahlgang, als fair.

Eine ausschlaggebende Rolle für ihr starkes Ergebnis habe sicher ihr schulischer Hintergrund als amtierende Co-Präsidentin der Schulpflege gespielt. Nun dürfte Bamert mit grosser Wahrscheinlichkeit im Stadtrat das Ressort Bildung übernehmen, das sich ab 1. Januar 2022 mit der Führung der Schule befasst.

Zum Erfolg beigetragen hat zu einem gewissen Grad auch ihr starker lokaler Hintergrund. Bamert wohnt seit Geburt in Bremgarten und ist auch Ortsbürgerin. Die Tochter des ehemaligen Stadtammanns Robert Bamert sagt denn auch: «Ich bin sicher gut vernetzt hier. Ich hatte aber auch ein gutes Team hinter mir. Ein solch tolles Wahlergebnis schafft man nicht allein.»

Der Vorstand von Läbigs Bremgarte mit Anita Köchli, Matthias Kuoni und Franziska Wyss (von links) gratuliert Claudia Bamert (2. von rechts) zum Wahlsieg.

Der Vorstand von Läbigs Bremgarte mit Anita Köchli, Matthias Kuoni und Franziska Wyss (von links) gratuliert Claudia Bamert (2. von rechts) zum Wahlsieg.

Marc Ribolla

Sie gehe davon aus, dass es für sie das Bildungs-Ressort geben werde, sagt Bamert. Und: «Ich gehe mit grossem Respekt vor den kommenden Monaten an die Aufgabe heran.» In der Schulpflege wird sie noch bis zu deren Auflösung Ende Jahr weiter als Co-Präsidentin im Amt sein.

Ihr neues Amt in der Exekutive tritt sie nach Erlangen der Rechtskraft des Wahlergebnis am kommenden Freitag an. In seiner Sitzung vom 21. Juni wird sich der Stadtrat dann konstituieren.

Hausherr ist zufrieden mit der Stimmenzahl

Als fairer Verlierer der Wahl gratulierte Hausherr der Siegerin bereits früh am Sonntagmittag. Der Unterlegene sagt zur AZ, er freue sich über die hohe Stimmbeteiligung und dass die Bremgarter eine Auswahl gehabt hätten. Bezüglich seines Resultats meint Hausherr:

«Es ist klar gewesen, dass es schwierig werden wird. Ich bin aber zufrieden, dass ich meine Stimmenzahl fast verdoppeln konnte.»
Stefan Hausherr unterliegt im zweiten Wahlgang.

Stefan Hausherr unterliegt im zweiten Wahlgang.

zvg

Ob er im Herbst bei den Gesamterneuerungswahl wieder kandidiert, lässt Hausherr noch offen. «Ich bin aber überzeugt, dass es eine Wachablösung im Stadtrat braucht. Ob ich als Kandidierender dabei bin, kann ich noch nicht sagen», erklärt er.