Wohlen
Blauring holt sich Promi-Unterstützung im Freiamt

Um die Jugendvereine wieder bekannter zu machen, gehen die Leiterinnen in Wohlen in die Offensive. Sie haben sich regional bis nationale bekannte Künstler, Sportler und Politiker geholt, um auf Blauring aufmerksam zu machen.

Andrea Weibel
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«In der JuBla lernte ich von klein auf, was es heisst, zusammen Grossartiges zu erschaffen», sagt der Angliker Spitzen-Snowboarder Fabio Caduff über seine Jungwacht-Zeit. Kinderliedermacher Andrew Bond fügt hinzu: «Ohne meine Zeit im Jugendverein wäre ich nicht, wo ich heute bin.»

Ehemalige Jungwächter, Blauring- oder Pfadi-Mitglieder schwärmen von ihrer Zeit im Verein. Doch heute kämpfen die Jugendvereine um Mitglieder. Immer mehr Freizeitaktivitäten, die den Kindern zur Verfügung stehen, verdrängen den Jugendverein von seiner Poleposition. Nun gehen Christina Meier (21), Sereina Malfent (17) und die anderen Leiterinnen des Blaurings Wohlen in die Offensive.

«Nicht nur Schulstoff und Sport»

«Wir finden es wichtig, dass die Kinder nicht nur den Schulstoff und verschiedene Sportarten beherrschen, sondern auch im zwischenmenschlichen Bereich ihre Erfahrungen sammeln können, und genau das bietet der Blauring», erklärt Christina Meier, die der Mädchengruppe selbst seit 14 Jahren angehört. Aus diesem Grund haben sie und ihre Mitleiterinnen sich an regional bis national
bekannte Künstler, Sportler und Politiker gewandt, um die Eltern, aber auch die Kinder selbst auf den Blauring und andere Jugendgruppen aufmerksam zu machen.

Lernen, miteinander umzugehen

«Bei uns darf man sein, wie man ist. Und da jeder etwas unterschiedlich ist und einige unserer Mädchen gar aus anderen Ländern und Kulturen kommen, müssen alle lernen, miteinander umzugehen», hält Sereina Malfent fest, die seit 10 Jahren im Blauring mit dabei ist. Das sei kein Problem: «Besonders in den Lagern, wo wir viele Spiele machen, uns häufig miteinander draussen bewegen, gemeinsam kochen und den ganzen Tag zusammen verbringen, lernen die Mädchen den Umgang miteinander spielerisch», so Meier. Auch dass sowohl Lagerteilnehmer als auch Leiter ausschliesslich Mädchen und Frauen sind, sei für einmal eine ganz neue Erfahrung.

Freundschaft und Spass, das sind die wichtigsten Elemente im Blauring. Das zeigt auch der Slogan «Blauring schafft Lebensfreu(n)de». «Tatsächlich sind die Freundschaften, die man im Blauring knüpft, so eng, dass sie auch noch Jahre später bestehen bleiben», nennt Meier einen weiteren Grund für den Blauring-Beitritt.

Die Gruppenstunden finden alle zwei Wochen statt. Doch das Grösste ist für die Blauring-Mädchen jeweils das ein- bis zweiwöchige Sommer-
lager. «Wo es hingeht, verraten wir noch nicht, aber es wird sehr spannend», verspricht Malfent.

Mehr Infos zum Blauring und zum Sommerlager (7. bis 20. Juli) gibts auf der Website www.jwbrwohlen.ch

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