Sylvia Zehnder war am Samstag mit ihren Kindern und einer befreundeten Familie an der Famigros-Lagerfeuernacht in Mühlau. «Es war gegen 16 Uhr, das Fest hatte mit der Begrüssung angefangen, die Leute versammelten sich im grossen Zelt, als plötzlich ein Alarm ertönte», erzählt sie. Die Veranstalter hätten die Besucher dann aufgefordert, in ihre Zelte zu gehen. «Es hiess, ein Gewitter ziehe auf, werde uns aber wohl nur streifen», sagt Zehnder.

Festgelände wurde evakuiert

Nur ein paar Minuten später forderten die Sicherheitsleute alle Besucher auf, sich in ihren Autos oder in einer Scheune vor dem Unwetter in Sicherheit zu bringen. «Ich hatte bis dann nicht den Eindruck, dass ein heftiges Gewitter aufzog, auch der Wind war zuerst nicht stark», sagt Zehnder. Die Organisatoren teilten den Besuchern mit, dass der Anlass nach rund 30 Minuten wohl weitergehen könne. Sylvia Zehnder begab sich mit ihren Kindern ins Auto und wartete ab.

«Nach rund einer halben Stunde kam dann die Information, dass die Lagerfeuernacht abgebrochen wird. Als ich wieder auf den Festplatz kam, sah ich, dass der Sturm einige Verwüstungen angerichtet hatte: Das Sanitätszelt war zerstört, Holz-Installationen und WC-Häuschen waren umgeweht und auch viele Familienzelte beschädigt worden.» Sylvia Zehnder betont, die Veranstalter hätten gut und rechtzeitig reagiert. «Es gab keine Panik, die Besucher wurden rechtzeitig evakuiert, das war sehr professionell.»

Abgesehen von den Verwüstungen in Mühlau blieb der Aargau von Sturmschäden weitgehend verschont. Bei der Kantonspolizei gingen laut Sprecher Roland Pfister am Samstag ein gutes Dutzend Meldungen ein. Dabei ging es um harmlose Vorfälle wie umgewehte Baustellen-Abschrankungen oder abgebrochene Äste.