Aristau
«Man sollte sich im Leben nicht nur auf sein eigenes Ego konzentrieren»: 22-jähriger Gemeinderat will sich für Gesellschaft einsetzen

Fabian Trüb aus Aristau gehört zu den jüngsten Gemeinderäten des Kantons Aargau. Im Freiamt ist der 22-jährige SVP-Politiker kein unbeschriebenes Blatt, er gehört bereits dem Bezirksschulrat an. Am Wochenende hat er den Sprung in den Gemeinderat geschafft und will sich nun auch dort engagieren.

Melanie Burgener
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Fabian Trüb wurde neu in den Gemeinderat Aristau gewählt. Mit seinen 22 Jahren gehört er zu den jüngsten Gemeinderäten des Kantons.

Fabian Trüb wurde neu in den Gemeinderat Aristau gewählt. Mit seinen 22 Jahren gehört er zu den jüngsten Gemeinderäten des Kantons.

zvg

«Man sollte sich im Leben nicht nur auf sein eigenes Ego konzentrieren, sondern für grösseres einstehen und etwas für die Gesellschaft tun», sagt Fabian Trüb. Der junge Politiker möchte sich vor allem für die Aristauerinnen und Aristauer einsetzen, denn ihr Wohl liegt ihm besonders am Herzen. «Ich hab mein ganzes Leben hier verbracht und kenne das Dorf und die Leute gut», erzählt er.

Fabian Trüb ist das neueste Gesicht im Aristauer Gemeindehaus und mit seinen 22 Jahren einer der jüngsten Gemeinderäte des Kantons Aargau. Mit 305 Stimmen hat er am vergangenen Wahlsonntag das absolute Mehr von 188 Stimmen deutlich überschritten und gleich bei seiner ersten Kandidatur den Einzug ins Amt geschafft. Die Aufgaben im Gemeinderat werden für Trüb zwar Neuland sein. Doch unerfahren ist er in der Politik keineswegs und in diesem Umfeld auch im Freiamt kein Unbekannter.

Er ist der einzige Gemeinderat mit Parteizugehörigkeit

Bereits als 18-jähriger ist Trüb der jungen SVP beigetreten. Mittlerweile ist er Mitglied im Vorstand der SVP Bezirkspartei Muri und vertritt deren Anliegen und Interessen im Bezirksschulrat Muri. Dass er die Anliegen der SVP auch im Gemeinderat vertreten wird, war für ihn eine Selbstverständlichkeit, auch wenn er damit der einzige nicht-parteilose im Gemeinderat sein wird. «Ich habe schon viel für die Partei gemacht und bin für sie eingestanden. Ich bin loyal und konnte und wollte nicht einfach parteilos antreten», erklärt er.

Dass er von der Aristauer Bevölkerung so viele Stimmen erhielt, damit hat Trüb nicht gerechnet – überrascht war er aber auch nicht. Er erklärt:

«Man stellt sich auf beides ein, entweder man wird gewählt, oder nicht. Gezittert habe ich nicht.»

Ihm habe wohl auch in die Hände gespielt, dass sich in Aristau nur fünf Kandidaten für ebensoviele Sitze zur Wahl gestellt hätten. «Und ich war der einzige Neue. Vielleicht wollte die Bevölkerung mit einem jüngeren Kandidaten frischen Wind im Gemeinderat», analysiert er.

Politik und Studium unter einem Hut, das könnte herausfordernd werden

Konkrete Ziele, die er in seinem neuen Amt erreichen möchte, kann er noch keine nennen. «Ich will mich einfach für die Gemeinde und ihre Bevölkerung einsetzten und mit ihnen Lösungen für ihre Anliegen und Probleme suchen», sagt er. Auf das freue er sich am meisten.

Eine Herausforderung werde es, Ausbildung und politisches Engagement unter einen Hut zu bringen. Trüb studiert im ersten Semester Rechtswissenschaften an der Hochschule St.Gallen. Dafür lebt er unter der Woche in der Ostschweiz. «Ich kann mir vorstellen, dass ich für die Gemeinderatssitzungen dann jeweils in den Aargau pendle – je nach dem ob ich dann eine Vorlesung habe oder nicht», sagt er.

Alternativ müsste man ihn per Videochat ins Gemeindehaus nach Aristau zuschalten. «Ich habe das mit den anderen Gemeinderäten bereits besprochen», so Trüb. Ähnlich handhabe er das auch mit seinen Aktivitäten in der Partei: «Für die wichtigsten Sitzungen komme ich zurück. Denn wenn es möglich ist, bin ich lieber präsent und bei den Leuten.»

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