Eierlesen
470 Ostereier und Geselligkeit im «Tannholz» in Fischbach-Göslikon

Das gut besuchte 14.Eierlesen in der Reusstalgemeinde war ein familiäres Vergnügen mit einem Erstauftritt von Gemeinderätin Claudia Long in der Öffentlichkeit und einem geselligen zweiten Teil.

Lukas Schumacher
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Um 14 Uhr gings im Tannholz-Waldgebiet beim Fischbacher Mösli los. Gegen 150 Kleine und Grosse machten beim munteren Eiersuchen mit. Die kühle Temperatur schien am Vorostertag niemanden zu stören, zumal kein Regentropfen vom bedeckten Himmel fiel.

470 farbige Hühnereier hatten die Gemeinderäte und Gemeindeschreiber Lukas Jansen im «Tannholz» versteckt. Die eine Hälfte Ostereier befand sich auf einem bewaldeten Terrain, das ausschliesslich den Kleinsten bis zum Kindergartenalter und deren Eltern zur Verfügung stand; das Auffinden der zweiten Hälfte der Eier im angrenzenden Waldstück blieb den grösseren Schulkindern vorbehalten.

Diese Strategie ging auf, praktisch alle waren nach der 45-minütigen Sucherei mehrfach fündig geworden. Und wer das Glück hatte, eines der 30 Ostereier zu ergattern, die beschriftet waren mit Ausdrücken wie «Wald» durfte zusätzlich einen Schoggihasen oder gar einen Osterzopf mit nach Hause nehmen.

Tradition und erster Auftritt

Das bald schon traditionelle, zum 14. Mal ausgetragene Eierlesen in der kleinen Reusstalgemeinde war eine friedliche Angelegenheit in zwei Teilen. Nach der Eiersuche sass man unter freiem Himmel an Holztischen beisammen, frönte der Geselligkeit und liess es sich schmecken. Es gab feinen Käse mit Brot, Süssgetränke und Mineralwasser sowie Bier und Wein für die Erwachsenen.

Den gut besuchten Familienanlass richtete der Gesamtgemeinderat unter der Leitung der neuen Gemeinderätin Claudia Long aus, der Verantwortlichen des Ressorts Kultur und Freizeit. Für die 44-jährige Gemeinderätin, die auch fürs Sozial-und Gesundheitswesen zuständig ist, war das Eierlesen der erste Auftritt in der Öffentlichkeit. Ihr Fazit nach gut dreimonatiger Mitarbeit im Gemeinderat: «Spannend und recht zeitaufwendig.»

Claudia Long arbeitet Vollzeit bei den SBB im Hauptbahnhof Zürich, wo sie im Kundendienst und im Tagesgeschäft tätig ist. Auch dank der Unterstützung der Arbeitgeberin – die SBB gewähren Claudia Long jährlich 15 arbeitsfreie Tage – könne sie genügend Zeit für ihre Gemeinderatstätigkeit aufbringen.

«Ursus» wird abstimmungsreif

An erster Stelle der politischen Agenda in Fischbach-Göslikon steht dieses Jahr «Ursus», das Gemeindehaus-Wettbewerbssiegerprojekt.

Dieses Projekt des Churer Architekturbüros Gredig Walser steht zweimal zur Abstimmung. Am 24. Juni wird an der Gemeindeversammlung des 1500 Einwohner zählenden Dorfs über den Projektierungskredit zu «Ursus» abgestimmt. Bei einem Ja wird dann am 27. November über den Baukredit von voraussichtlich gut 4 Mio. Franken befunden. Trotz der geplanten Verwirklichung des Gemeindehausneubaus soll der Steuerfuss von 103 % fürs Jahr 2015 nicht angehoben werden.

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