Windisch
Diese «unübersichtliche Situation» könnte bald zu einem Unfall führen

Ein Quartierbewohner an der Unterwerkstrasse in Windisch fordert einen Spiegel, weil es bei der Ausfahrt zur Südwestumfahrung Brugg gefährlich sein kann. Was der Kanton dazu sagt.

Claudia Meier
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Der Radweg (rechts unten) geht direkt vor der Ausfahrt des Quartiersträsschens in die Unterwerkstrasse durch.

Der Radweg (rechts unten) geht direkt vor der Ausfahrt des Quartiersträsschens in die Unterwerkstrasse durch.

Claudia Meier
(2. Oktober 2021)

Als «das vergessene Quartier» machten einige Bewohner von der Unterwerkstrasse im Sommer 2020 auf sich aufmerksam, weil sie aufgrund der Baustelle für die Südwestumfahrung Brugg keinen direkten Zugang mehr über die Habsburgbrücke zur Gemeinde Windisch hatten. Inzwischen ist die neue Umfahrung in Betrieb.

«Die unübersichtliche Situation wird voraussichtlich bald zum ersten Unfall am neuen Kreisel führen», schreibt Anwohner Beat Märki der AZ. Obwohl die Verantwortlichen vom Kanton schon mehrmals darauf hingewiesen worden seien, «glänzen sie mit Untätigkeit».

Kanton wehrt sich gegen Vorwurf der Untätigkeit

Auf Nachfrage sagt Märki, dass er einen Spiegel fordere, weil man bei der Ausfahrt aus seinem Quartiersträsschen in die Unterwerkstrasse rechts nicht sehe, ob sich beispielsweise ein E-Bike mit hohem Tempo auf dem Radstreifen nähere. Bereits im Februar dieses Jahres habe er sein Anliegen beim Kanton deponiert, aber keine Antwort erhalten.

Projektleiter Marcel Voser vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) lässt den Vorwurf der Untätigkeit vonseiten des Kantons nicht gelten und sagt, die Situation mit der Ausfahrt sei am 22. Februar mit dem Anwohner vor Ort angeschaut worden. Schon damals sei mitgeteilt worden, dass die Sichtzonen eingehalten werden können. Voser ergänzt:

«Die Situation wurde auch von der Verkehrssicherheit nochmals vor Ort beurteilt.»

Mit dem gleichen Resultat. Dieser Umstand wurde laut Voser erneut beim Telefongespräch mit Beat Märki im September besprochen.

Die Sicherheit der Schulkinder wird mit der Umfahrung erhöht

Der Quartierbewohner stört sich zudem daran, dass er aufgrund des neuen Fahrverbots auf der Habsburgbrücke für den motorisierten Individualverkehr einen grösseren Umweg fahren muss, um beispielsweise auf die Gemeindeverwaltung zu gelangen. Dazu sagt Projektleiter Voser:

«Mit der Südwestumfahrung Brugg hat das Quartier eine sichere und schnelle Anbindung Richtung Zentrum. Zudem neu einen direkten Anschluss an das übergeordnete Strassennetz.»

Damit werde ein grosses Quartier stark entlastet und die Sicherheit für Schulkinder erhöht.

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