Schinznach-Dorf
Vom Schulabbrecher zum Starkoch: Nach den USA expandiert Daniel Humm nach Europa

Nach New York, Los Angeles und Las Vegas eröffnet der Aargauer Daniel Humm diesen Sommer ein weiteres Restaurant in London. Der Fokus der Küche soll auf herzhaften und köstlichen Gerichten liegen.

Claudia Meier
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Mit dem Projekt in London kommt Daniel Humm seiner Heimat wieder näher.
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Das Eleven Madison Park in New York City gehört zu den besten Restaurants der Welt. Geführt wird es von Spitzenkoch Daniel Humm aus Schinznach.
Es befindet sich direkt beim Madison Square Park (Gebäude in der Mitte).
Spitzenkoch Daniel Humm hat schon zahlreiche Auszeichnungen gewonnen.
Bild von Daniel Humm aus dem Jahr 2007.

Mit dem Projekt in London kommt Daniel Humm seiner Heimat wieder näher.

Chris Iseli

Als kompromissloser Querdenker hat Schulabbrecher Daniel Humm aus Schinznach-Dorf seit 2003 die US-amerikanische Gastroszene aufgemischt und es 2017 mit seinem New Yorker «Eleven Madison Park» auf der Weltrangliste der 50 besten Restaurants auf Platz 1 geschafft. Letztes Jahr belegte der Aargauer noch Platz 4. Er wurde von drei Restaurants aus Europa überholt.

Nun hat sich der 43-jährige Starkoch entschieden, zusammen mit seinem Geschäftspartner Will Guidara nach Europa zu expandieren. Im 5-Sterne-Luxushotel Claridge’s in London wird Humm diesen Sommer das «Davies & Brook» eröffnen. Das Hotel befindet sich in der britischen Hauptstadt in Mayfair, an der Ecke Brook Street und Davies Street. «Die Chance, unsere Küche und Gastfreundschaft in eines der besten Hotels der Welt zu bringen, ist wirklich ein tolles Gefühl – ein Traum, der wahr wird», lässt sich Daniel Humm auf der Hotel-Website zitieren.

Küchenchef des neuen Restaurants wird der bisherige Chef de Cuisine des «Eleven Madison Park», Dmitri Magi. Der Fokus der Küche soll auf herzhaften und köstlichen Gerichten liegen: Ein zeitgemässes Fine-Dining-Restaurant ohne Affektiertheit, das die Tradition des Hauses schätzt. Laut Humm wird das jüngste Projekt kein Ableger seines «Eleven Madison Park». Im neuen Restaurant soll es ein anderes Konzept sein. Dafür kreiert Humm neue Gerichte. Welche Gerichte das konkret sein werden, hat er aber laut «Bloomberg» noch nicht entschieden und spricht vage von einer Mischung aus «Eleven Madison Park» und «NoMad».

Es soll Stadtgespräch werden

Seinem Team habe er zwei Vorgaben gemacht: Erstens, das Restaurant müsse immer voll sein. Und zweitens, es müsse Stadtgespräch werden, sagt Humm über seine Pläne mit «Davies & Brook».

Humm und Guidara bauen ihr Imperium konsequent aus: Sommer-Pop-up in den Hamptons, Winter-Pop-up in Aspen, Fast Food in New York. Mit dem «NoMad» haben die beiden nach New York auch die Westküste der USA (Los Angeles und Las Vegas) erobert. Vor sieben Jahren sagte Humm gegenüber dieser Zeitung: «Ich hatte noch nie Angst, ein Risiko einzugehen. Besonders dann nicht, wenn ich an die Idee glaubte.»

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