Villiger trotzen dem Corona-Virus: «Wir haben keinen Plan B»

Am 6./7./8. und 13./14. März spielt die Theatergruppe in der Turnhalle. Vorstand und Vizeammann sprechen über die Vorbereitungen.

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Organisieren die Jubiläumsfeier (v. l.): Annemarie Brack (Landfrauen Lauffohr), Bruno Schuler, Lilly Keller (Landfrauen Lauffohr), Mavi Jost (Quartierverein Lauffohr), Cornelija Knezevic (Quartierverein Lauffohr) und Regula Zwicky (Musikgesellschaft Lauffohr).

Organisieren die Jubiläumsfeier (v. l.): Annemarie Brack (Landfrauen Lauffohr), Bruno Schuler, Lilly Keller (Landfrauen Lauffohr), Mavi Jost (Quartierverein Lauffohr), Cornelija Knezevic (Quartierverein Lauffohr) und Regula Zwicky (Musikgesellschaft Lauffohr).

Bild: jam

«Alptraum-Villa»: Die Komödie der Theatergruppe Villigen soll stattfinden. Heute Abend feiert der Zweiakter in der Turnhalle Erbslet Premiere. Die Hauptprobe ist absolviert, die Vorbereitungen sind in der letzten Phase. Und dies obwohl derzeit aufgrund des Corona-Virus erhöhte Anforderungen an Veranstalter gesetzt werden. «Wir haben die Plakate des Bundesamts für Gesundheit (BAG) aufgehängt, Desinfektionsmittel organisiert und informieren auf unserer Homepage über die aktuellen Veränderungen», sagt Renate Steffen, Vorstandsmitglied der Theatergruppe Villigen. Zudem werden sämtliche Zuschauer und Beteiligte namentlich festgehalten.

Zum Wohle aller sollen kranke Menschen, insbesondere jene, die Symptome des Corona-Virus aufweisen wie Fieber, Husten und Atembeschwerden, der Veranstaltung fernbleiben. Auch Personen, welche in den letzten 14 Tagen ein betroffenes Gebiet bereist haben, werden gebeten, zu Hause zu bleiben. Bereits sind einige Abmeldungen eingegangen. Ein finanzieller Verlust ist entsprechend zu erwarten. «Eine generelle Absage wäre eine Katastrophe», sagt Renate Steffen. «Wir haben keinen Plan B.» Sämtliche fünf Aufführungen wurden zwar vom Kanton bewilligt, aber je nach Ausbreitung der Pandemie und Weisung des Bundes stehen auch kleinere Veranstaltungen auf der Kippe. Viele andere Anlässe im Bezirk Brugg wurden bereits prophylaktisch abgesagt.

Derzeit ist Renate Steffen allerdings noch optimistisch, dass alle fünf Vorführungen durchgeführt werden können. «Sollte einer der Schauspieler von einer Quarantäne-Massnahme betroffen sein, wäre dies allerdings fatal und eine Absage unausweichlich», sagt sie.

Etwas Sorgen bereitet Steffen zudem die Tatsache, dass im Publikum erfahrungsgemäss viele ältere Leute Platz nehmen, welche bei einer allfälligen Ansteckung von einem erhöhten Gesundheitsrisiko betroffen wären.

Das Verpflegungsangebot wurde indes nicht geändert. Das Fleisch für den Hackbraten am Freitag und Samstag sowie das «Ghackte mit Hörnli» am Sonntag wurde bereits geliefert. «Falls es doch noch zur Absage käme, würden wir das Fleisch unter den Teilnehmenden aufteilen beziehungsweise gegen einen Unkostenbeitrag verkaufen», sagt Steffen.

Davon ist allerdings momentan nicht die Rede. Dies bestätigt auch Vizeammann Olivier Moser: «Die Theaterabende findet statt. Die Bestuhlung ist so gestaltet, dass die Zuschauer an Zehnertischen in Bankett-Manier sitzen.» Für etwas Abstand ist also gesorgt. (pbr)