Vertrag unterzeichnet
Acht neue Gemeinden treten bei: Der Jurapark Aargau wächst

Mit 32 Gemeinden beginnt im Regionalen Naturpark die zweite, zehnjährige Betriebsphase. Der Parkperimeter wächst um 25 Prozent. Gemeinsam ist eine Vision entwickelt worden.

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Die Hügellandschaft zwischen Mandach – eine der neuen Parkgemeinden ab 2022 – und Hottwil, Gemeinde Mettauertal.

Die Hügellandschaft zwischen Mandach – eine der neuen Parkgemeinden ab 2022 – und Hottwil, Gemeinde Mettauertal.

Bild: zvg/kleineweltwunder.ch

Erfreuliche Aussichten für den Jurapark Aargau: Alle bisherigen und sämtliche neuen Parkgemeinden haben den neuen Parkvertrag unterzeichnet. «Dies ist ein klares Bekenntnis für eine gemeinsame, nachhaltige Entwicklung der Region unter dem Dach des Regionalen Naturparks», heisst es in einer Medienmitteilung.

Nach dem Ablauf der Referendumsfristen steht fest, dass der Jurapark Aargau grösser wird: Die Einwohnerinnen und Einwohner von acht neuen Gemeinden haben den Beitritt zum Regionalen Naturpark gut­geheissen und auch die Be­völkerung der seit 2012 zum Jurapark Aargau zugehörigen 28 Gemeinden hat an den Gemeindeversammlungen nahezu einstimmig dem Verbleib im Park zugestimmt.

54'600 Menschen wohnen in diesem Gebiet

2022 startet der Regionale Naturpark nach der Gemeinde­fusion Böztal mit 32 Gemeinden in die zweite, zehnjährige Betriebsphase. Der Parkperimeter wächst somit um 25% auf rund 300 Quadratkilometer. 54'600 Menschen wohnen in diesem Gebiet.

Für die Parkverantwortlichen ist das klare Bekenntnis der Gemeinden ein Vertrauensbeweis für ihre nunmehr fast zehnjährige Aufbauarbeit. Sie sehen viel Potenzial, «diese vielfältige, von herausragenden Natur- und Landschaftswerten und en­gagierten Menschen geprägten Region unter dem Dach des Jurapark Aargau weiterzuentwickeln», wird in der Medienmitteilung ausgeführt. Als Basis hierfür wurde gemeinsam eine Vision entwickelt.

Bei der Ausarbeitung der Vision – was gemeinsam mit dem Verein Jurapark Aargau bis zum Ende der zweiten Betriebsphase 2031 erreicht werden soll – waren die Gemeinden mit im Boot. An zwei halbtägigen Workshops entwickelten die Vertreterinnen und Vertreter aus 19 Parkgemeinden ihre Vision für die Region. Die Leitsätze konnten alle Gemeinden im Rahmen einer Onlinebefragung kommentieren. In einem zweiten Workshop wurden kontroverse und offene Punkte diskutiert.

Die Grundsätze aus der Vision Jurapark Aargau 2031 lauten:

«Die Natur ist unsere Lebensgrundlage. Wir tragen ihr Sorge – für uns und unsere Nachkommen.»

Und weiter: «Wir konsumieren und investieren regional und schätzen Gäste als Bereicherung für die Region. Wir sind eine Region mit lebendigem Kulturerbe und engagieren uns im Sinne der Parkwerte – für Regionalität, Natur und Gemeinschaft. Wir setzen uns gemeinsam für eine lebenswerte, innovative und nachhaltige Region ein.»

Managementplan muss eingereicht werden

Viel inhaltliche Arbeit steht gemäss Medienmitteilung in den kommenden Monaten für das Geschäftsstellen-Team in Linn an. Zuhanden des Bundesamts für Umwelt, dem Hauptgeldgeber für das Parkprojekt, muss bis Frühling 2021 ein Managementplan für die neue Betriebsphase bis 2031 eingereicht werden. Dieser beinhaltet eine detaillierte Analyse von Daten aus der Parkregion wie zum Beispiel zu Natur und Landschaft, Verkehrserschliessung und Bevölkerungsstruktur.

Wie die in der Vision skizzierte Zukunft der Region erreicht werden soll, ist ebenso Inhalt des Managementplans. Strategie, Massnahmen und die Tätigkeiten der Geschäftsstelle werden überdacht und präzisiert. «Ein spannender und intensiver Prozess, der den Jurapark und die Region weiterbringt und neue Perspektiven eröffnet», steht abschliessend in der Medienmitteilung. (az)

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