Brugg
Stadtbibliothek Brugg präsentiert sich in neuem Kleid

Dank einem Neukonzept präsentiert sich die Stadtbibliothek Brugg nun mit mehr Raum und mehr Nischen für die Kunden. Am Montag war die Wiedereröffnung.

Matthias Hausherr
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Die neue Leiterin der Stadtbibliothek Joséphine Erne-Arnig (Mitte) und die Mitarbeiterinnen Silvia Gysi (l.) und Ursula Hunziker (r.).

Die neue Leiterin der Stadtbibliothek Joséphine Erne-Arnig (Mitte) und die Mitarbeiterinnen Silvia Gysi (l.) und Ursula Hunziker (r.).

Matthias Hausherr

Vergangene Woche war die Stadtbibliothek Brugg für die Öffentlichkeit geschlossen. Doch hinter den verschlossenen Türen war das vierköpfige Team um die neue Leiterin Joséphine Erne-Arnig keinesfalls untätig.

Rund um die Uhr wurden Bücher gestapelt, beschriftet und an den Regalen geschraubt. Die Leiterin bedankt sich: «Ohne die Hilfe meiner Mitarbeiterinnen, all den Freiwilligen und Mitarbeitern des Werkdienstes, hätten wir das nie geschafft in dieser kurzen Zeit.»

Für die Umsetzung des Neukonzepts war die Bibliothek auch auf Sponsoren angewiesen. Die Apotheke Kuhn etwa hat die Rollen für die Gestelle finanziert, um diese einfacher verschieben zu können.

Seit Montag ist die Bibliothek nun wieder geöffnet und erscheint in einem ganz neuen Kleid. Erwachsenen-, Jugend-, Kinderliteratur und DVDs sind neu an einem Standort zu finden. So befindet sich die Erwachsenenliteratur nun nur noch im Obergeschoss. «Das erleichtert einerseits den Kunden das Stöbern und andererseits auch die Arbeit für die Mitarbeiterinnen.» Die Bücher wurden zudem auch mit drei Lesestufen für die Kleinen markiert.

Zurückziehen ins «Bibli-Café»

Die ehemals starre Ordnung der Regale schafft durch das neue Arrangement mehr Raum und Nischen, um sich setzen und zurückziehen zu können. In diesem Sinne ist auch das neue «Bibli-Café» – ein Tischchen mit Barstühlen und Kaffeemaschine – gedacht. Durch den neu geschaffenen Raum soll die Bibliothek zu einem «dritten Ort» werden. Neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz oder der Schule möchte man hier einen zusätzlichen Ort schaffen, wo man sich aufhalten und wohlfühlen kann. Gleichzeitig betont die Bibliotheksleiterin, dass man die Bibliothek aber auch weiterhin wie bisher nutzen könne.

Im Vorfeld hat die Bibliothek eine Umfrage organisiert, um die Wünsche der Besucher in das Neukonzept einfliessen zu lassen. Joséphine Erne-Arnig hat schon viele Ideen, in welche Richtung man zukünftig gehen könnte. Sicher ist, dass das Angebot für Erwachsene ausgebaut und die Jugendlichen bei den Neuanschaffungen mehr miteinbezogen werden sollen.

Raum bleibt ein Problem

Mit dem neuen Raumkonzept wurde bereits ein Anliegen der Kundschaft umgesetzt. Aber der knappe Raum am jetzigen Standort bleibt laut der Bibliothekarin ein Problem: «Weil die Bibliothek jetzt etwas abgelegen liegt, kommt kaum Laufkundschaft bei uns vorbei». Aus dieser Sicht sei der oft diskutierte Standort im «Rössli» in der Brugger Altstadt auch für Kinder geeigneter, da der Weg nicht an einer stark befahrenen Strasse entlang führe, so Erne-Arnig. Unter der Führung der Genossenschaft Altstadt soll eine Nutzungsstudie für das ehemalige Kaufhaus Rössli erarbeitet werden. Der Stadtrat hat bereits signalisiert, einen Drittel der Kosten für diese Studie zu übernehmen. Darin soll aber nicht einzig die Unterbringung der Stadtbibliothek analysiert werden.

Wie sich die Stadtbibliothek zukünftig ausrichten soll, wird an der Generalversammlung am 19. Mai diskutiert, wo auch die Resultate der Umfrage präsentiert werden.

Das Frühlingsfest findet am Samstag, 25. April, mit Kaffee und Kuchen in der Stadtbibliothek statt. Auch Stadtrat Leo Geissmann wird anwesend sein.

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