Windisch
SP diskutiert Einwohnerrats-Traktanden kontrovers

Nach einer langen Debatte hat die SP-Fraktion einen Entscheid zur Projektierung für den Neubau der Schulanlage Dohlenzelg gefällt.

Claudia Meier
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«Grosse Mitte» heisst der Projektentwurf für den Ersatzneubau des Schulhauses Dohlenzelg in Windisch. Und so sieht das Schnittmodell der Architekten Ebinger Kuwatsch aus Zürich aus.

«Grosse Mitte» heisst der Projektentwurf für den Ersatzneubau des Schulhauses Dohlenzelg in Windisch. Und so sieht das Schnittmodell der Architekten Ebinger Kuwatsch aus Zürich aus.

Janine Müller (jam)

Reich befrachtet ist die Traktandenliste für die beiden Einwohnerratssitzungen am Mittwoch sowie am 1. November in Windisch. Für die Fraktionen bedeutet dies ebenfalls einen erheblichen Zeitaufwand in der Vorbereitung. Im ersten Treffen der SP-Fraktion wurden die beiden Projektierungen für den Betriebsstandort des Elektrizitäts- und Wasserwerks (EW) beim Werkhof sowie für den Neubau der Schulanlage Dohlenzelg behandelt.

Letzteres war das Hauptthema des Abends. Für 1,87 Millionen Franken soll die neue Schulanlage «Grosse Mitte» projektiert werden. Eine klare Mehrheit der SP-Fraktion unterstützt dieses Vorhaben. Vor allem von anwesenden Architekten gab es kritische Fragen. So wurde der bisherige Verfahrensverlauf als zu wenig transparent gerügt. Zudem wurde die Vereinbarkeit der Bedürfnisse von Schule und Sport auf einem Areal grundsätzlich infrage gestellt. Auf der anderen Seite wurde der Einbezug von Kindergärten und Tagesstrukturen auf dem gleichen Areal sehr begrüsst und als pädagogisch wertvoll bezeichnet. Für das weitere Vorgehen legt die SP Wert auf eine breit abgestützte Begleitgruppe, in der Fachpersonen im Bereich Schulbauten Einsitz nehmen sollen.

Skeptisch nahm die SP-Fraktion die Vorlage zum Verpflichtungskredit von 540'000 Franken auf für die Projektierung eines neuen gemeinsamen Betriebsstandorts für Elektrizitäts- und Wasserwerk sowie das Bauamt. Einig war sich die Partei, dass ihr die Qualität der Arbeitsplätze der Gemeindeangestellten ein wichtiges Anliegen ist. Hingegen wurden Zweifel laut, ob wirklich so viele Synergien zwischen den drei Abteilungen bestehen, oder ob nicht doch der alte Standort beim Gemeindehaus für die sehr intensiven Kontakte mit der Gemeindeverwaltung günstiger wäre. Der Gemeinderat thematisiert in seiner Vorlage die Zukunft des Areals beim Gemeindehaus nicht. Einige fanden, die bauliche Substanz am alten Standort sei durchaus intakt, die spezifischen Installationen des EW seien auf neuestem Stand und mit dem Einbezug der aktuell leer stehenden Wohnung sei auch genügend Nutzfläche vorhanden. In diesem Zusammenhang wurde gegenüber den Gesamtkosten von zirka 6 Mio. Franken eine deutlich günstigere «Pinselrenovation» vorgeschlagen.

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