Solidarität
Süssbach lanciert Hilfsaktion: Rollstühle und Medikamente aus Brugg gehen in die Ukraine

Das Pflegezentrum in Brugg rief am 2. März zu einer Spendenaktion auf. So konnten einige medizinische Güter zusammengetragen und zur ukrainischen Botschaft in Bern transportiert werden.

Flavia Rüdiger
Drucken
Ein Transporter gefüllt mit medizinischen Hilfsgütern fuhr am 2. März zur ukrainischen Botschaft in Bern.

Ein Transporter gefüllt mit medizinischen Hilfsgütern fuhr am 2. März zur ukrainischen Botschaft in Bern.

zvg

Die leitende Ärztin Anke Zinzius und der stellvertretende Direktor des Süssbach Pflegezentrums Richard Müller machten am 2. März den Vorschlag, Güter und Hilfsmittel für die Ukraine zu spenden. In einer Mitteilung auf Facebook schreibt die Brugger Institution:

«Angesichts unserer Hilflosigkeit und Betroffenheit über die gewalttätige Invasion möchten wir einen Beitrag für die Bevölkerung der Ukraine leisten.»

Noch am selben Tag, an dem die Initiative vorgeschlagen wurde, startete das Pflegezentrum einen Spendenaufruf im Gesundheitszentrum Brugg. Unter anderem wurden drei Europaletten mit medizinischen Handschuhen, mehrere Rollstühle, Medikamente wie Schmerzmittel und Antibiotika, Knie- und Fussorthesen, Einweg-OP-Kleider, Einweg-Sauerstoffmasken und Verbandsmaterial gesammelt.

Unter anderem wurden zwei Paletten mit medizinischen Handschuhen für die Ukraine gespendet.

Unter anderem wurden zwei Paletten mit medizinischen Handschuhen für die Ukraine gespendet.

zvg

Nathalie Detsch, Leiterin Marketing und Kommunikation des Pflegezentrums Süssbach, sagt: «Der Orthopädie Wasserschloss, dem Medizinischen Zentrum Brugg, der Apotheke Süssbach, der Praxis Meridiana und den Süssbach Therapien danken wir von ganzem Herzen für die wertvollen Spenden.»

Anke Zinzius kenne eine Berufskollegin, die wiederum Kontakt zur ukrainischen Botschaft in Bern hat. So kam es, dass bereits am Abend der Spendenaktion ein Hilfsgütertransport in Richtung Bern losgeschickt werden konnte.

Es wurden diverse Medikamente zur ukrainischen Botschaft in Bern transportiert.

Es wurden diverse Medikamente zur ukrainischen Botschaft in Bern transportiert.

zvg

Wie sie in naher Zukunft Hilfe leisten werden, sei noch unklar, so Detsch. Sie sagt:

«Wir beobachten die Situation in der Ukraine und entscheiden vorneweg über weitere Schritte.»