Sachbeschädigung an Veltheimer Schulhaus bleibt ungestraft

Die verdächtigen Jugendlichen erhalten kein Urteil. Der Gemeinderat will auch in Zukunft Strafanzeige einreichen.

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Veltheim Die Jugendanwaltschaft hat das Verfahren wegen Sachbeschädigung gegen die sechs Schüler eingestellt. Die Jugendlichen aus Veltheim sollen zwischen dem 2. Dezember 2019 und 10. Januar 2020 im Oberstufenschulhaus wiederholt im Obergeschoss, den Gruppenräumen im Erdgeschoss und der Herrentoilette die Einrichtung demoliert haben. Laut Mitteilungsblatt der Gemeinde Veltheim erstattete der Gemeinderat Anzeige gegen unbekannt, woraufhin die Polizei die Schüler der Jugendanwaltschaft zur Kenntnis brachte. Diese lud die Verdächtigen mehrmals vor und befragte sie. Nach der Einstellung des Verfahrens muss die Gemeinde nun den Gesamtschaden von 13 900 Franken übernehmen.

Der Gemeinderat von Veltheim nimmt die Entscheidung laut dem Mitteilungsblatt vom 13. November mit Enttäuschung und Missmut entgegen. Es sei ihm ein grosses Anliegen, dass sich keine weiteren derartigen Vorfälle ereignen. Man wäre nicht bereit, solche Taten stillschweigend zur Kenntnis zu nehmen. Darum fordert der Gemeinderat von den Verantwortlichen der Schule und des Liegenschaftsunterhaltsdiensts, dass sie weitere derartige Vorkommnisse umgehend melden sollen. Es heisst zudem: «Der Gemeinderat wird auch in Zukunft bei Sachbeschädigungen Strafanzeige erheben. Wir betrachten solche Delikte nicht als Streiche. Vielmehr sind dies üble Machenschaften, die grossen Aufklärungsaufwand bedeuten und erhebliche finanzielle Schäden zu Lasten der Allgemeinheit verursachen.»Einer allfälligen Täterschaft müsse bewusst sein, dass Verfahren und Verurteilung durch die Jugendanwaltschaft erhebliche Auswirkungen habe. (mre)

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