Rüfenach
Statt Neubau eines Pavillons: Der Kindergarten soll ins Sockelgeschoss der Turnhalle ziehen

Der Kindergarten in Rüfenach ist in die Jahre gekommen, eine Sanierung drängt sich auf. Vorgesehen ist, die bestehenden Räume im Schulgebäude umzubauen.

Michael Hunziker
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In der Schulanlage sind viele Räume ungenutzt. Für die Sanierung des Kindergartens bieten sich gemäss Gemeinderat verschiedene Möglichkeiten.

In der Schulanlage sind viele Räume ungenutzt. Für die Sanierung des Kindergartens bieten sich gemäss Gemeinderat verschiedene Möglichkeiten.

Alex Spichale (2. Juni 2017)

Der Kindergarten soll ins Schulhaus integriert, der bestehende Holzbau abgebrochen werden in Rüfenach: An der Gemeinde­versammlung steht ein Kredit von 895'000 Franken zur Diskussion für die geplanten Massnahmen.

Erstellt wurde der Kindergarten im Schulareal in den Siebzigerjahren. Laut Gemeinderat besteht Sanierungsbedarf. Dringend erneuert werden müssten ebenfalls die Heizungs- und Sanitärinstallationen.

Samt Garderobe, Gruppen- und Abstellraum

In der gesamten Schulanlage, die für rund 300 Kinder aus­gelegt ist, sind mit dem Wegfall der Oberstufe «leider» viele Räume ungenutzt, führt der Gemeinderat aus. Eine Zu­sammenarbeit mit Nachbargemeinden für eine bessere Auslastung habe nicht erzielt werden können. So bieten sich gemäss Behörde für die Sanierung des Kindergartens diverse Möglichkeiten.

So präsentiert sich der Kindergarten heute.

So präsentiert sich der Kindergarten heute.

zvg

Statt dem Neubau eines Pavillons an bestehender Stelle bevorzugen der Gemeinderat sowie die Baukommission Kindergarten den Einbau ins bestehende Sockelgeschoss der Turnhalle. Im Raumprogramm eingeschlossen sind sowohl der Eingangsbereich und die Garderobe als auch die Kindergarten­stube mit einem Gruppenraum sowie die nötigen Toiletten­räume und ein Abstellraum.

Die heutige Massivbaute werde mit Ausnahme der Fassadenge­staltung nicht verändert, hält der Gemeinderat fest. Es seien aber diverse Anpassungen der bestehenden Baustruktur notwendig. Ins­besondere würden Teile der Reckstangenkonstruktion in der Turnhalle entfernt. Der Turnunterricht lasse diese Reduktion zu.

Die Aufstockung muss die Gemeinden finanzieren

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten am Freitag, 18. Juni, über: die Jah­resrechnung 2020; die unver­än­derte Entschädigung des Gemeinderats für die Amtsperiode 2022–25; das neue Reglement über die Sicherung und den Unterhalt der subventionierten gemeinschaftlichen Meliorationswerke im Gemeindegebiet; die Anpassung des Stellenplafonds Schule.

Mit den neuen Führungsstrukturen der Volksschule und dem Wegfall der Schulpflege auf Anfang 2022 werden die Aufgaben neu verteilt. Der Gemeinderat stellt fest:

«Der grössere Aufwand für die Schulleitung und das Sekretariat wird nicht im bisherigen Pensum zu decken sein.»

Das Schulsekretariat soll statt mit 20% neu mit maximal 30% besetzt werden. Der Gemeinderat beantragt zudem, als Ergänzung bei dem vom Kanton gesprochenen Pensum der Schulleitung von 30% – dieses richtet sich nach den Schülerzahlen – eine Aufstockung bis maximal 40%. Die Differenz von maximal 10% muss von der Gemeinde finanziert werden.

Gemeindeversammlung Freitag, 18. Juni, 20.15 Uhr, Turnhalle.