Birrhard
Nur vor dem Gig findets Gigi Moto nicht lustig

«Einfach wow!» -mit diesen Worten hat eineZuschauerin das Konzert vonGigi Moto mit Gitarrist Jean-Pierre von Dach und BassistRoland Sumi im Cubus Birrhard auf den Punkt gebracht.

Ursula Burgherr
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Gigi Moto im Cubus Birrhard
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Power-Gig fast ohne Strom - Gigi Moto im Cubus Birrhard
Gigi Moto und ihre Mitmusiker Jean-Pierre von Dach (links) und Roland Sumi haben ihr Publikum sofort in der Tasche
Mehr als eine gute Stimme, eine akustische Gitarre und ein Akkordeon braucht es nicht
Begeistern die Zuhörer - Gigi Moto mit Jean-Pierre von Dach (links) und Roland Sumi

Gigi Moto im Cubus Birrhard

Ursula Burgherr

«Lustig ist das nicht», meinte Gigi Moto vor dem Auftritt und sprach damit ihr Lampenfieber an, das sie auch nach über 30-jähriger Bühnentätigkeit noch immer plagt. Hektisch nestelte sie an ihrem schwarzen Rollkragenpulli herum und zupfte sich den Wildleder-Jupe zurecht.
Als sie dann auf der Bühne stand und mit ihrer bluesig-rauchigen Stimme «Ain't Gonna Cry» sang, war alles wie weggeblasen. Schon mit dem ersten Lied hatte sie ihre Zuhörerschaft in der Tasche und blühte von Song zu Song förmlich auf. Für das Konzert im Cubus, der neuen Eventlocation im Weinkeller Riegger, Birrhard, hatte sie Lieder aus dem Best-of-Album «Lucky» gewählt, brachte ihren grossen Hit «Superstar» zu Gehör und «Leaving», eine Komposition aus der neusten CD, an der die Zürcherin gerade arbeitet.
«Wir setzen einen Kontrapunkt»
Gigi Moto sang sich die Seele aus dem Leib, zog das Publikum bei wehmütigen Balladen genauso in Bann, wie bei funkigen Uptempo-Nummern. Lieferte mit ihren beiden Musikern Jean-Pierre von Dach und Roland Sumi den Beweis, dass es nicht mehr als eine gute Stimme, akustische Gitarre und Bass braucht, um das Publikum in Ekstase zu versetzen. «Wir setzen mit unseren Unplugged-Konzerten einen Kontrapunkt zur technoiden Gesellschaft», meinte das Trio und Gigi Moto weiter: «Wenn unsere Musik - essenziell und einfach wie sie ist - so richtig in die Knochen fährt, dann ist es gut.»
In den Aargau kommt sie immer wieder gerne: «Hier gibt es enorm viele coole Veranstalter und tolle Musiker», wandte sie dem Rüeblikanton ein Kränzchen. Sang dann von Höhenflügen, Niederlagen - einfach allem, was die Menschen im Leben umtreibt. Zwischendurch gabs als
Amuse-Bouche ein paar Klänge bekannter Funknummern wie «Superstition» (Stevie Wonder) und «Play that funky Music» (Wild Cherry). Und da zeigte Gigi Moto: Sie macht mit ihren Interpretationen weltbekannter Chartbreaker auch den ganz grossen Koryphäen der Musikszene alle Ehre.
Ziemlich sicher eine Fortsetzung
Den gelungenen Abend hatte das Publikum nicht nur der Band auf der Bühne zu verdanken; sondern auch Musiker Robbie Caruso, der zusammen mit Lukas Anliker die Konzertreihe «Cubus live» ins Leben gerufen hatte. Im stimmungsvollen Ambiente des Weinkellers Riegger, mit gerade mal 100 Plätzen, konnten die beiden schon bekannte Grössen wie Michel Gammenthaler, Pedro Lenz oder den italienischen Cantautore Gianmaria Testa begrüssen.
Am 24. April, 20 Uhr, wird William White zu Gast sein. Dann geht der erste Konzertzyklus in Birrfeld zu Ende. Ziemlich sicher, so meint Caruso, wird es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben.