Brugg
Mini-Pferdchen mit kurzen Beinen aber grossem Herzen

Die Kleinsten waren im Brugger Schachen die Grössten. Am zweiten Turnier für Miniature Horses und Ponys des Kavallerie-Reitvereins Brugg und Umgebung begeisterten die kleine Ponys in verschiedenen Disziplinen.

Ruth Müller
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Turnierorganisatorin Monika Kuhn mit ihren zweijährigen American Miniature Horses MK Bolero’s Lucky Charm und PRS Heart of Hope. Ruth Müller

Turnierorganisatorin Monika Kuhn mit ihren zweijährigen American Miniature Horses MK Bolero’s Lucky Charm und PRS Heart of Hope. Ruth Müller

Initiantin des Turniers ist Monika Kuhn, die in Lupfig eine Mini-Pferdezucht betreibt. Nach der Premiere im letzten Jahr führte der KRV Brugg unter der Regie der OK-Präsidentin Kuhn erneut das Turnier für American Miniature Horses und Ponys bis Stockmass 130 Zentimeter durch. Eine bunte Palette von drei Konkurrenzen bot in der Reithalle herzerwärmende Bilder: vierbeinige Zwerge, die mit ihren Führpersonen selbstbewusst durch die kniffligen Parcours stapften, strahlende Kindergesichter und zufriedene Erwachsene, welche die gefreute Atmosphäre des Turniers schätzten.

Verschiedenste Disziplinen

Mini-Pferdchen und Ponys mussten in den Disziplinen Bodenarbeit, Führzügelklasse sowie Jump & Drive antreten. Das grösste Teilnehmerfeld mit dreissig Paaren ging in der Bodenarbeitsprüfung an den Start. Als knifflig erwiesen sich die 360-Grad-Wendung mit der Hinterhand in einem Reifen, das Stangentreten, das Springen der Hindernisse sowie das Erklimmen des Podests mit allen vier Hufen.

Als einziges Pony schaffte das Shetty Chili mit Ruth Müller (Rothrist) das Maximum von 36 Punkten. Dem Duo gelang ein präziser, harmonischer Parcours. Nur ein Pünktchen weniger hatte Zoé Reiff (Obergösgen) mit dem Mini-Horse Jaris auf dem Konto.

Kleinste dabei

In der Führzügelklasse waren Kinder bis und mit 8. Altersjahr teilnahmeberechtigt. Der Reit-Nachwuchs war zahlreich vertreten: Siebzehn Kinder absolvierten den Gymkhana-Parcours auf dem Ponyrücken, begleitet von einer erwachsenen Führperson, die helfend unterstützte und Sicherheit bot.

Für viele der Dreikäsehochs war es der erste Turnierstart. Mit Eifer lenkten sie ihre Vierbeiner um den Slalom, über Wippe und Brücke und zeigten ihr Geschick und Vertrauen beim Ringefischen und Büchsenwerfen. Elf Paare sammelten das Punktemaximum von 17 Zählern. Am schnellsten war Jasmin Bolliger (Rüfenach) mit dem Shetlandpony Tessi im Ziel. Neun Sekunden mehr benötigte Nadja Weber (Rothrist) auf dem braven Shetty Wuschi.

Spannung bot auch die Zweierequipen-Prüfung Jump & Drive. Mit dem Pony an der Hand waren sieben Hindernisse möglichst schnell und fehlerfrei zu springen, der Teampartner absolvierte danach auf dem Velo einen Geschicklichkeitsparcours. Als Sieger liessen sich Christian Rindlisbacher und René Hilfiker (Muhen) mit dem Shetlandpony Momo vom Ankerdorf feiern. Ihre Totalzeit von 34:94 Sekunden war mit Abstand die Bestmarke.

Fortsetzung wird folgen

Geht es nach Monika Kuhns Ideen, wird die Tradition des Brugger Mini-Turniers weitergeführt, womöglich mit erweitertem Prüfungsangebot. «Das Interesse ist vorhanden. Hatten wir bei der Erstaustragung vierzig Starts zu verzeichnen, waren es jetzt bereits sechzig.»

Die Hochbauzeichnerin ist von den kleinen Pferdchen angetan. Sie besitzt in Lupfig selber vier der edlen American Miniature Horses. Ein soeben erworbenes einjähriges Stütchen wird sich demnächst im Schwanenhof dazu gesellen.

Gezüchtet wird nur in kleinem Rahmen. «Die Jungtiere behalte ich, verkaufen könnte ich keines», sagt sie, die mit ihrer Schwester Anita Kuhn zudem die Leidenschaft fürs Dressurreiten teilt. Ein weiteres Steckenpferd von Monika Kuhn ist das Zeichnen und Malen. Inzwischen schätzen Tierfreunde weit über die Landesgrenzen hinaus ihre filigran ausgearbeiteten Werke.

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