Lupfig
Internet der Dinge prägt den Alltag: Die vernetzte Zukunft beginnt im Eigenamt

Das Internet der Dinge (IoT) vernetzt schon heute über 35 Milliarden Geräte. Was hinter dieser Zahl steckt und was das für unseren Alltag bedeutet, hat das Lupfiger Unternehmen Green an einem Besuchstag für die Bevölkerung gezeigt.

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Am Green-Infopoint diskutieren die interessierten Besucherinnen und Besucher.

Am Green-Infopoint diskutieren die interessierten Besucherinnen und Besucher.

zvg/Green

Unter dem Motto «IoT er­leben» hatte der Internet- und Rechenzentrumsanbieter Green am Standort Lupfig eingeladen, mehr über das Internet of Things (IoT) zu erfahren. Denn die Digitalisierung vernetzt nicht nur Menschen, sie vernetzt immer mehr Dinge, so etwa das Fitnessarmband oder Geräte in der Industrie, die Prozesse optimieren.

Eine zentrale Rolle spielt die Sicherheit

Im Zentrum dieser Vernetzung stehen Rechenzentren wie jene von Green. Rund 90 Gäste aus der Region nutzten die Gelegenheit, vor Ort mehr über IoT und die Rechenzentren dahinter zu erfahren. Vielen war Green schon als Internetanbieter bekannt. Andere lockte auch die professionelle Neugier nach Lupfig. Zum Beispiel der Forscher für Ressourceneffizienz, Petar Mandaliev. Er erklärte:

«Für mich ist IoT der richtige und einzige Weg zu mehr Nachhaltigkeit.»
Green-CEO Roger Süess bei seiner Präsentation.

Green-CEO Roger Süess bei seiner Präsentation.

zvg/Green

Wie wichtig Nachhaltigkeit ist, erfuhren die Gäste in einem Vortrag von Green-CEO Roger Süess. Nachhaltigkeit beginne schon beim Bau der Datacenter und auch im Betriebsalltag werde deren Effizienz laufend überprüft und optimiert, betonte er. Ebenfalls eine zentrale Rolle spiele die Sicherheit. Der Zugang zu den Rechenzentren und den Serverräumen wird streng kontrolliert.

Die riesigen Datenmengen wachsen weiter

Die Datacenter in Lupfig sind rund um die Uhr in Betrieb. Das sind rund 10'000 Quadratmeter mit Servern verschiedenster Kunden, die riesige Datenmengen verarbeiten. Diese Datenmengen wachsen – nicht zuletzt wegen des Internets der Dinge. Bereits heute sind über 35 Milliarden Geräte weltweit vernetzt. Bis 2025 werde die Zahl auf 75 Milliarden steigen, erklärte Green-CEO Roger ­Süess. Er fasste zusammen:

«Die Digitalisierung erschliesst mit IoT neue Horizonte. Sie macht die Welt smarter.»

Wie IoT den Alltag ausserhalb der Rechenzentren prägt, erklärte das Unternehmen ­Adnexo, das IoT-Anwendungen entwickelt und den Anlass mitgestaltete. Geschäftsführer Christian Fässler stellte ein Projekt vor, bei dem IoT-Geräte die Herdenbetreuung auf der Alp unterstützen. Dazu hat Adnexo eine Lösung entwickelt, die Bewegungsdaten sammelt. Mit dieser können die Position und das Verhalten der Herde auf einer Online-Plattform jederzeit überprüft werden.

Erklärt wird das Tracking-Praxisbeispiel.

Erklärt wird das Tracking-Praxisbeispiel.

zvg/Green

Die Auswertung solcher Tracking-Daten hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen, ohne dass der Hirte bei seiner Herde ist. Das Internet der Dinge bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten, die am Green-IoT-Tag erlebbar wurden – mit Praxisbeispielen und Einblick in die Welt der Datacenter. (az)

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