Lupfig
Die öffentliche Beleuchtung braucht eine Revitalisierung

Bei der öffentlichen Beleuchtung in Lupfig soll überall LED-Technologie mit intelligenter Steuerung zum Einsatz kommen. Der Gemeinderat schlägt einen Contracting-Vertrag mit der Energieversorgerin IBB vor.

Michael Hunziker
Drucken
Teilen
Auf der Habsburgstrasse in Scherz ist die öffentliche Beleuchtung bereits umgerüstet worden.

Auf der Habsburgstrasse in Scherz ist die öffentliche Beleuchtung bereits umgerüstet worden.

mhu (26. Februar 2020)

Die Technologie hat sich ge­wandelt, ein Gesamtersatz der öffentlichen Beleuchtung in Lupfig macht Sinn, ist der Gemeinderat überzeugt. Die Stimmberechtigten entscheiden über einen Contracting-Vertrag mit der Energieversorgerin IBB mit jährlich wiederkehrenden Kosten von 19'308 Franken für 15 Jahre, beginnend ab 2022.

Während im Ortsteil Scherz – mit Ausnahme der Unterdorfstrasse – die öffentliche Beleuchtung bereits auf LED-Technologie umgerüstet worden ist, verfügen im Ortsteil Lupfig von den rund 320 Leuchten auf den Kantons- und Gemeindestrassen um die 280 noch nicht über LED-Technologie. Es sind sogar rund 70 alte Hochdruck-Quecksilberdampflampen in Betrieb.

Zwar teurer, dafür aber ohne Investitionskosten

In Bezug auf die Energieeinsparung sowie die Reduktion von Störlicht ergeben sich durch die LED-Technologie mit intelligenter Steuerung grosse Chancen, führt die Behörde aus und verweist auf die Habsburgstrasse in Scherz, wo der Prototyp der zukünftigen öffentlichen Beleuchtung installiert worden ist. Das Licht steht nach Bedarf zur Verfügung, wenn Fahrzeuge und Fussgänger unterwegs sind.

Mit der Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung im Ortsteil Lupfig lassen sich jährlich rund 20'600 Franken Energiekosten einsparen, rechnet der Gemeinderat vor. Auch der Unterhalt werde etwas günstiger ausfallen.

Die Kosten für den Ersatz der rund 280 Leuchten im Ortsteil Lupfig durch dimmbare LED-Leuchten mit intelligenter Steuerung belaufen sich inklusive Montage und Anschluss auf rund 270'000 Franken. Die Finanzierung der neuen Strassenbeleuchtung durch die Gemeinde wäre langfristig zwar günstiger, zeigt der Gemeinderat auf. Der Vorteil der Contracting-Variante sei aber, dass in der aktuell angespannten finanziellen Lage der Gemeinde keine Investitionskosten anfallen. Der Mehraufwand sei mit knapp 40'000 Franken über 15 Jahre gerechnet marginal.

Die Knecht Bau AG will etappenweise Kies abbauen

Weiter zur Diskussion stehen an der Gemeindeversammlung am Freitag, 18. Juni: die Jahresrechnung 2020; der Kredit von 210'000 Franken für den Ersatz der Wasserleitung und die Absenkung der Strasse Hirterainli; der Kredit von 111'000 Franken für die Instandstellung der Abwasserleitungen in der Sandgass; der Kostenanteil von rund 21'200 Franken für die Sanierung der Abwasserleitung und des Pumpenschachtbauwerks beim Schwimmbad Schinznach; die Teiländerung der Nutzungsplanung und der Dienstbarkeitsvertrag für den Materialabbau Humbel­acher-Langsamstig.

Zur Erinnerung: Die Knecht Bau AG beabsichtigt, etappenweise 1,3 Mio. Kubikmeter Kies abzubauen während rund 17 Jahren. Die Materialabbaustelle wird fortlaufend mit unverschmutztem Aushub wieder aufgefüllt.

Bei den Ortsbürgern ist neben der Jahresrechnung 2020 der Abschluss eines Baurechtsvertrags mit der IBB Energie AG ein Thema. Diese plant, eine Heizzentrale zu erstellen für den Wärmeverbund Naturenergie Eigenamt. Die Energiezentrale Birrfeld dient der Wärmeversorgung des Werkhofs «Kompetenzzentrum Werkhof Eigenamt» (KWE) sowie den Gemeindegebieten Birr und Lupfig.

Gemeindeversammlung Freitag, 18. Juni, Mehrzweckhalle Breite; 19 Uhr Ortsbürger; 20 Uhr Einwohner.

Aktuelle Nachrichten