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Auf dem Regionalflugplatz Birrfeld übernimmt ab 1. März ein neuer Leiter

Der Aero-Club Aargau hat aus insgesamt 30 Bewerbungen den 60-jährigen Carlo Ferrari zum neuen Flugplatzchef verpflichtet. Er ist seit 20 Jahren Mitglied der im Birrfeld beheimateten Fluggruppe Albatros und war unter anderem Airport Manager auf dem Flughafen Zürich.

Claudia Meier
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Der Flugplatz Birrfeld aus der Luft.

Der Flugplatz Birrfeld aus der Luft.

Bild: zvg

Im letzten Sommer wurde publik, dass der Aero-Club Aargau einen neuen Geschäftsführer für den Flugplatz Birrfeld sucht. Denn der gebürtige Walliser Martin Andenmatten, der den Posten inne hatte, war nach knapp einem Jahr wieder weg. Interimistisch übernahm deshalb Vorstandsmitglied Aurelio Vassalli im Mai 2020 die Leitung des Regionalflugplatzes.

Neuer Flugplatzchef Carlo Ferrari.

Neuer Flugplatzchef Carlo Ferrari.

Bild: zvg

Ab 1. März wird Vassalli nun schrittweise abgelöst. Denn der Aero-Club Aargau hat Carlo Ferrari zum neuen Flugplatzleiter ernannt. Total seien 30 Bewerbungen eingegangen, die in einem ordentlichen Selektionsverfahren evaluiert wurden, sagt Präsident Werner Neuhaus. Der 60-jährige Ferrari beginnt vorerst mit einem 50%-Pensum im Birrfeld. Ab April übernimmt er ein 100%-Pensum. Vassalli wird Ferrari bis im Mai noch unterstützend begleiten.

Carlo Ferrari war mehrere Jahre Flugplatzchef-Stellvertreter

«Carlo Ferrari ist seit 20 Jahren Mitglied der im Birrfeld beheimateten Fluggruppe Albatros und trägt die Verantwortung für den Unterhalt eines der Vereinsflugzeuge», heisst es in einer Mitteilung des Aero-Club. Er habe zudem mehrere Jahre als Flugplatzchef-Stellvertreter im Einsatz gestanden und kenne den Aargauischen Regionalflugplatz Birrfeld bestens. Weiter schreibt der Aero-Club:

«Die Wahrung der Sicherheit im Flugbetrieb hat für ihn oberste Priorität»

Der Aviatiker verfügt über viel zusätzliche Erfahrung: Auf dem Flugplatz Grenchen leistete Ferrari während 19 Jahren freiwillig Dienst in der Flughafenfeuerwehr. Als Vizepräsident der Bau- und Planungskommission des Gemeinderats Grenchen leitete er die Beratungen zur Umlegung der Flugplatzstrasse (im Rahmen des Projekts Pistenverlängerung).

Und als Airport Manager auf dem Flughafen Zürich konnte sich Ferrari zudem wertvolle Kenntnisse in den Bereichen Notfallorganisation, Infrastrukturplanung und Safety Management erwerben und sich Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Behörden und dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) aneignen.

Eine ausserordentliche Generalversammlung wird es nicht geben

Ursprünglich liess sich Carlo Ferrari zum Vermessungsingenieur HTL ausbilden und absolvierte verschiedene Aus- und Weiterbildungen in fliegerischen und flugtechnischen Bereichen. Er fliege seit über 30 Jahren, habe die CPL/IR-Lizenz erlangt und bringe Erfahrung als Class Rating Instruktor (CRI) mit, führt der Aero-Club weiter aus. Zudem spreche Ferrari vier Sprachen und verfüge über umfassende IT-Kenntnisse sowie Führungserfahrung.

Letztes Jahr gab es Mitglieder des Aero-Club Aargau, die an einer ausserordentlichen Generalversammlung angebliche Missstände im Birrfeld beheben wollten. Mit einem der Initianten habe eine kurze Aussprache stattgefunden, sagt Präsident Neuhaus. Ein entsprechender Antrag sei bis heute aber nicht eingegangen. Wann die ordentliche GV stattfindet, ist noch unklar.

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