Brugg/Windisch
Gleich zwei Fussballclubs verabschieden sich aus der höchsten Regionalliga

Tristesse beim FC Brugg und beim FC Windisch: In der nächsten Saison spielen beide Teams nur noch in der 3.Liga.

Janine Müller
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Die 1.Mannschaft des FC Brugg – im Bild mit Hussein Baalbaki (links) – steigt nach acht Jahren in der höchsten Regionalliga ab. Nachbar Windisch trifft es ebenfalls. zvg

Die 1.Mannschaft des FC Brugg – im Bild mit Hussein Baalbaki (links) – steigt nach acht Jahren in der höchsten Regionalliga ab. Nachbar Windisch trifft es ebenfalls. zvg

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Es ist bitter: Die nächste 2.-Liga-Fussballsaison wird ohne Beteiligung aus dem Bezirk Brugg stattfinden. Die ersten Mannschaften des FC Brugg und des FC Windisch sind per Ende der aktuellen Saison aus der höchsten Regionalliga abgestiegen. Abgeschlagen auf dem letzten Platz mit 17 Punkten landete der FC Windisch. Zweitletzter wurde der FC Brugg mit 27 Punkten.

Der FC Windisch startete im vergangenen August bereits schlecht in die Saison. In der Hinrunde resultierte in 13 Spielen gerade mal ein einziger Sieg. Dazu kamen vier Unentschieden und acht Niederlagen. Nach der Hinrunde gab es auf der Trainerposition einen Wechsel: Aleksandar Veljanovski übernahm das Amt. In der Rückrunde konnten die Windischer dann zwar drei Spiele für sich entscheiden, gleichzeitig hatten sie in neun Spielen das Einsehen und nur ein Match endete mit einem Remis. Ziemlich früh war klar, dass es mit dem Ligaerhalt schwierig werden dürfte.

Eine Chance für die Junioren

Die Enttäuschung über den Abstieg ist beim FC Windisch zwar da. Raimondo Ponte, Präsident des FC Windisch, sagt aber: «Es ist die Konsequenz davon, wenn man Anfang Saison kein Geld ausgeben kann für gute Spieler. Mittlerweile braucht man auch in der 2. Liga ein ansprechendes Budget, um gute Spieler halten oder in den Klub holen zu können.» Es werde auch immer schwieriger, gute Junioren im Klub zu halten. Den Abstieg sieht Ponte als Neuanfang für den Klub. «Jetzt hat der eine oder andere Junior sicher die Chance, eher den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen.» Die 2. Mannschaft des FC Windisch, die bis anhin in der 3. Liga spielte, hat den Ligaerhalt ebenfalls nicht geschafft und steigt folglich in die 4. Liga ab.

Auch beim FC Brugg steigt die zweite Mannschaft aus der 3. Liga in die 4. Liga ab – allerdings freiwillig und aus vereinstaktischen Gründen. Dies hat der Klub am 8. Juni dem Aargauischen Fussballverband so mitgeteilt. Weil die 1. Mannschaft in die 3. Liga absteigt, muss die 2. Mannschaft also ihren Platz räumen. Die Kräfte sollen für die 1. Mannschaft gebündelt werden. Der FC Brugg spielte seit dem Jahr 2011 in der 2. Liga.

Keine Einheit, keine Konstanz

Den Ligaerhalt vergeben haben die Brugger vor allem in der Rückrunde. In 13 Spielen konnten sie nur zweimal gewinnen, neunmal mussten sie als Verlierer vom Platz, zweimal resultierte ein Remis. In der Hinrunde waren es immerhin noch fünf Siege. «Zu viele Absenzen – darunter Verletzungen, berufliche Gründe und Prüfungen – führten zu ständigen Umstellungen innerhalb der Mannschaft, sodass keine Konstanz aufkommen und auch keine stabile Einheit geformt werden konnten», sagt Interims-Präsident Christian Arrigoni. «Einige in der Nachspielzeit erhaltene Tore und somit viele unnötig verlorene Punkte halfen ebenfalls nicht, das Vertrauen zu stärken, um in den notwendigen Lauf zu kommen.»

Klub und Mannschaft seien enttäuscht und niedergeschlagen. Es gelte nun, die richtigen Lehren aus diesem Abstieg zu ziehen. Und der Verein müsse – natürlich – nun nach vorne schauen. «Der Kern des Staff der ersten Mannschaft bleibt bestehen und wird um einen Co-Trainer erweitert», sagt Christian Arrigoni.

Veränderungen gibt es im Vorstand des FC Brugg. Nach dem sofortigen Rücktritt des Präsidenten übernahm Christian Arrigoni ad interim den Posten. Er wird sich an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 26. Juni nun auch als Präsident zur Wahl aufstellen lassen.

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